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Reine Vermögensschäden im Europäischen Internationalen Deliktsrecht

Zuständigkeit und anwendbares Recht

Meyle, Hannes

Schriften zum Internationalen Recht, Vol. 228

(2021)

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Book Details

About The Author

Hannes Meyle studierte Rechtswissenschaften an der Ludwig-Maximilians-Universität München sowie an der Université de Genève, Schweiz. Er absolvierte das Referendariat im Bezirk des Oberlandesgerichts München und legte 2015 das 2. Staatsexamen ab. Von 2015 bis 2020 war er als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Europäisches Privatrecht, Internationales Privatrecht und Rechtsvergleichung an der Université de Genève tätig. 2020 wurde er an der Université de Genève promoviert. Er ist derzeit bei einer Wirtschaftskanzlei in Zürich tätig

Abstract

Unerlaubte Handlungen, die zum Eintritt reiner Vermögensschäden führen, stellen in grenzüberschreitenden Streitigkeiten eine besondere Herausforderung dar. So setzt der besondere deliktische Gerichtsstand voraus, dass das schädigende Ereignis lokalisiert werden kann. Jüngere Urteile des Europäischen Gerichtshofs zeigen jedoch, dass diese Tatortbestimmung bei Vermögensdelikten zunehmend problematisch ist. Vergleichbare Schwierigkeiten stellen sich bei der Ermittlung des anwendbaren Rechts.

Anhand einer praxisorientierten Untersuchung diverser Fallgruppen geht die Arbeit der Frage nach, ob die Tatortregel überhaupt geeignet ist, um Vermögensdelikte zu lokalisieren. Die zentrale Erkenntnis besteht darin, dass die Tatortregel bei Vermögensdelikten regelmäßig versagt und weder im Zuständigkeitsrecht noch im Koordinationsrecht Rechtssicherheit gewährleistet. Je nach Art des Delikts empfiehlt sich eine Einschränkung der Tatortregel beziehungsweise eine Orientierung am betroffenen Markt. Darauf aufbauend enthält die Arbeit konkrete Reformvorschläge für die Brüssel I-VO und die Rom II-VO.
»Pure Economic Loss in European Private International Law. Jurisdiction and Applicable Law«

In private international law, localisation of cross-border torts that result in pure economic loss is unpredictable. Both jurisdiction and applicable law are dominated by case-by-case decisions. The problem already existed at the time of the German Reichsgericht and it has not been solved by the ECJ yet. The thesis shows why the place of damage is an unsuitable connecting factor for pure economic loss cases and develops reform proposals.

Table of Contents

Section Title Page Action Price
Vorwort 5
Inhaltsübersicht 7
Inhaltsverzeichnis 9
Einleitung 21
Kapitel 1: Reine Vermögensschäden. Beschreibung und materiellrechtliche Behandlung 26
A. Erläuterung und Abgrenzung 26
B. Beispielsfälle reiner Vermögensschäden 27
C. Rechtsordnungsübergreifende Betrachtung 28
I. Gemeinsamkeiten 29
II. Unterschiede 30
III. Zusammenfassung 31
Kapitel 2: Vermögensdelikte in grenzüberschreitenden Konstellationen. Tatortprinzip 33
A. Legislativer Ausgangspunkt für mitgliedstaatliche Gerichte 33
I. Zuständigkeit 34
1. Systematik der Zuständigkeitsregeln 34
2. Besonderer deliktischer Gerichtsstand: Art. 7 Nr. 2 Brüssel I-VO 35
a) Sinn und Zweck des besonderen Gerichtsstandes 36
b) Auslegung: Ubiquitätsprinzip 37
c) Terminologie 39
3. Art. 5 Nr. 3 Luganer Übereinkommen 40
II. Koordinationsrecht: Art. 4 Abs. 1 Rom II-VO 41
1. Systematik 41
2. Sinn und Zweck der Tatortanknüpfung 42
3. Auslegung 43
4. Terminologie 43
III. Verhältnis zwischen Art. 7 Nr. 2 Brüssel I-VO und Art. 4 Abs. 1 Rom II-VO 44
1. Erwägungsgründe 44
2. Unterschiedliche Zielsetzungen der Rechtsgebiete 45
3. Rechtspraktische Gründe 46
4. Zwischenergebnis 47
B. Nationale Rechtsordnungen 48
I. Zuständigkeit 48
II. Koordinationsrecht 49
Kapitel 3: Status quo des Untersuchungsgegenstandes 52
A. Zuständigkeit 52
I. Abgrenzung zwischen Erstschaden und Folgeschäden im Vermögen des Geschädigten 52
II. Grenzüberschreitende Vermögensdelikte: Entwicklung der Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofes 53
1. Kronhofer 54
2. Kolassa 55
3. CDC 56
4. Universal Music 58
5. Löber 60
III. Zwischenergebnis 61
B. Anwendbares Recht 63
I. Übertragung der zuständigkeitsrechtlichen Rechtsprechung 63
II. Berücksichtigung der Entstehungsgeschichte 65
III. Rechtswissenschaft 65
C. Zwischenergebnis 66
Kapitel 4: Methode und Gang der Untersuchung 67
Kapitel 5: Lokalisierung grenzüberschreitender Vermögensdelikte in der Rechtsprechung. Fallgruppenbetrachtung 70
A. Informationsdelikte 70
I. Beschreibung der Fallgruppe 70
1. Beispiele 72
2. Abgrenzung 72
II. Rechtsprechungsanalyse 73
1. Deutschland 73
a) Reichsgericht, 23. September 1887: Empfangsort von Informationen 73
b) Reichsgericht, 20. November 1888: Ort der Abfassung der Auskunft 74
c) Bundesgerichtshof, 20. Dezember 1963: Etablierung des Ubiquitätsprinzips 76
d) Bundesgerichtshof, 25. November 1993: Ort der Irrtumserregung und/oder Vermögensverfügung 78
e) Bayerisches Oberstes Landesgericht, 27. März 2003: Schadenseintrittsort 79
f) Oberlandesgericht Nürnberg, 8. März 2006: Schadenseintrittsort 81
g) Oberlandesgericht Köln, 5. April 2005: Handlungszurechnung 82
h) Oberlandesgericht Köln, 25. Oktober 2007: Ort des Abschlusses einer Vereinbarung und/oder einer Geldübergabe 84
i) Oberlandesgericht Koblenz, 25. Juni 2007: Ubiquitäres Tatortverständnis 85
j) Bundesgerichtshof, 6. November 2007: Handlungszurechnung, lex fori 86
k) Oberlandesgericht Hamm, 30. März 2009: Unterlassungsort 88
l) Zwischenergebnis zur Rechtsprechung in Deutschland 89
2. Schweiz 90
a) Bundesgericht, 2. November 1998: Abgrenzbarkeit betroffener Vermögensteile 91
b) Bundesgericht, 3. Februar 2000: Ort des täuschungsbedingten Vertragsschlusses 93
c) Bundesgericht, 5. Juni 2008: Wohnsitz des Geschädigten 94
d) Zwischenergebnis zur Rechtsprechung in der Schweiz 96
3. England 96
a) Court of Appeal, 7. November 1978 – Diamond 96
b) High Court of Justice, 25. Januar 1988 – Minster Investments 97
c) High Court of Justice, 7. Juli 1998 – Domicrest 98
d) High Court of Justice, 24. November 1999 – Raiffeisen Zentral Bank 100
e) High Court of Justice, 1. Februar 2001 – Alfred Dunhill Ltd 101
f) High Court of Justice, 1. März 2006 – Newsat Holdings Ltd 102
g) High Court of Justice, 19. Februar 2009 – Maple Leaf 103
h) High Court of Justice, 23. November 2012 – Barclay-Watt 104
i) High Court of Justice, 8. September 2016 – Eurasia 105
j) Zwischenergebnis zur Rechtsprechung in England 107
4. Nordirland: High Court of Justice, 10. Juni 2015 – Boyd v. Stott 109
5. Europäischer Gerichtshof 110
a) Kronhofer 110
b) Melzer 111
c) Zwischenergebnis zur Rechtsprechung des EuGH 113
6. Ergebnisse der Rechtsprechungsanalyse 113
III. Generelle Eignung der Tatortanknüpfung für die Lokalisierung grenzüberschreitender Informationsdelikte 114
1. Handlung des Schädigers 114
a) Argumente für eine Anknüpfung an den Handlungsort 115
aa) Zuständigkeit 115
bb) Anwendbares Recht 116
b) Argumente gegen eine Anknüpfung an den Handlungsort 117
aa) Zuständigkeit 117
bb) Anwendbares Recht 119
c) Zwischenergebnis 120
2. Selbstschädigende Handlung des Empfängers einer fehlerhaften Information 121
3. Vermögensschaden 123
a) Konkretisierung des Vermögensschadens 123
b) Zuständigkeitsrechtliche Argumente gegen eine Anknüpfung an Vermögensteile 125
c) Koordinationsrechtliche Argumente gegen eine Anknüpfung an Vermögensteile 126
d) Zwischenergebnis: Anknüpfung an den Vermögensschaden 127
4. Zwischenergebnis: Generelle Eignung der Tatortanknüpfung 127
IV. Alternativen zur Tatortanknüpfung bei grenzüberschreitenden Informationsdelikten 128
1. Gerichtliche Zuständigkeit 128
a) Einzelfallbetrachtung 128
b) Handlungszentrale des Schädigers 130
c) Vermögenszentrale des Geschädigten 132
d) Einschränkung des besonderen deliktischen Gerichtsstandes 134
e) Zwischenergebnis 136
2. Anwendbares Recht 136
a) Einzelfallbetrachtung 136
aa) Einzelfallbetrachtung nach aktuellem Koordinationsrecht 137
bb) Argumente für eine weitergehende Einzelfallbetrachtung 139
cc) Argumente gegen eine weitergehende Einzelfallbetrachtung 141
dd) Zwischenergebnis 142
b) Handlungszentrale des Schädigers 142
c) Vermögenszentrale des Geschädigten 143
d) Zwischenergebnis 144
V. Stellungnahme und Ergebnis Informationsdelikte 144
B. Untreuedelikte 145
I. Beschreibung der Fallgruppe 145
1. Beispiele 145
2. Abgrenzung 146
II. Rechtsprechungsanalyse 147
1. Deutschland 147
a) Oberlandesgericht Stuttgart, 6. Juli 1998 147
b) Bundesgerichtshof, 6. November 2007 148
c) Oberlandesgericht Köln, 24. März 2010 149
d) Zwischenergebnis zur Rechtsprechung in Deutschland 150
2. Schweiz 150
a) Bundesgericht, 10. Mai 2000 150
b) Bundesgericht, 15. Juni 2004 151
c) Bundesgericht, 10. Februar 2009 und 26. März 2009 152
d) Bundesgericht, 19. März 2015 153
e) Zwischenergebnis zur Rechtsprechung in der Schweiz 154
3. Ergebnisse der Rechtsprechungsanalyse 155
III. Generelle Eignung der Tatortanknüpfung 155
1. Vereinbarung zwischen Schädiger und Geschädigtem 155
a) Zuständigkeitsrecht 155
b) Koordinationsrecht 156
c) Zwischenergebnis 156
2. Handlung des Schädigers 156
3. Belegenheit des Vermögens zum Zeitpunkt der unerlaubten Handlung 156
4. Zwischenergebnis 157
IV. Alternativen zur Tatortanknüpfung 157
1. Zuständigkeitsrecht: Einschränkung der besonderen deliktischen Zuständigkeit 157
2. Koordinationsrecht 157
a) Akzessorische Anknüpfung 158
b) Wohnort des Geschädigten 158
V. Gleichbehandlung von Untreue- und Informationsdelikten 158
1. Problematische Abgrenzung zwischen Untreue- und Informationsdelikten 159
2. Gleichzeitige Vornahme von Informations- und Untreuedelikten 161
3. Zwischenergebnis 162
VI. Stellungnahme und Ergebnis Untreuedelikte 162
C. Prospekthaftungsfälle 163
I. Beschreibung der Fallgruppe 163
1. Rechtlicher Rahmen 164
2. Beispiele 166
3. Abgrenzung 166
II. Rechtsprechungsanalyse 166
1. Europäischer Gerichtshof 167
a) Kolassa 167
b) Löber 170
c) Zwischenergebnis zur Rechtsprechung des EuGH 173
2. Österreich: Umsetzung der EuGH-Rechtsprechung 173
III. Generelle Eignung der Tatortanknüpfung 174
1. Anknüpfung an den Prospekt 174
a) Erstellung des Prospekts 174
b) Erstmalige Veröffentlichung des Prospekts 175
2. Anlageentscheidung 175
3. Eingehen einer rechtlich bindenden Verpflichtung 176
4. Belegenheit von Wertpapieren 177
5. Anknüpfung an betroffene Bankkonten 177
a) Zuständigkeit 178
b) Koordinationsrecht 179
c) Zwischenergebnis 180
6. Marktanknüpfungen 180
a) Argumente für eine Berücksichtigung des Marktes 180
aa) Zuständigkeit 180
bb) Koordinationsrecht 180
b) Vereinbarkeit von Marktanknüpfungen mit der Tatortregel 181
aa) Zuständigkeit 181
bb) Koordinationsrecht 182
c) Zwischenergebnis zur Marktanknüpfung 184
7. Zwischenergebnis zur Eignung der Tatortanknüpfung 184
IV. Alternativen zur Tatortanknüpfung 184
1. Prospektbilligung 184
a) Zuständigkeit 184
b) Koordinationsrecht 186
c) Zwischenergebnis 189
2. Sitz des Emittenten 190
3. Wohnsitz des geschädigten Anlegers 191
4. Einzelfallbetrachtung 192
a) Zuständigkeit 192
b) Koordinationsrecht 193
c) Zwischenergebnis 194
5. Marktanknüpfung 194
a) Auswirkungsprinzip 195
b) Zielmarktausrichtung des Emittenten 197
c) Vertragsschluss 198
d) Ort der Zulassung der Wertpapiere 198
e) Kombinationslösung 199
f) Zwischenergebnis 201
6. Kombination aus Prospektnotifizierung und Anlegerwohnsitz 201
a) Zuständigkeit 202
b) Koordinationsrecht 202
c) Zwischenergebnis 204
V. Stellungnahme und Ergebnis Prospekthaftungsfälle 204
D. Unerlaubtes Erbringen von Finanzdienstleistungen 206
I. Beschreibung der Fallgruppe 206
1. Rechtlicher Rahmen 206
2. Beispiele 207
3. Abgrenzung 208
II. Rechtsprechungsanalyse 209
1. Bundesgerichtshof, 23. März 2010, 29. Juni 2010, 29. Juni 2010 209
2. Oberlandesgericht München, 17. April 2012 210
3. Oberlandesgericht Hamm, 18. Juli 2013 211
4. Oberlandesgericht Brandenburg, 27. März 2014 211
5. Bundesgerichtshof, 24. Juni 2014 212
6. Bundesgerichtshof, 7. Juli 2015 213
7. Bundesgerichtshof, 18. Oktober 2016 214
8. Zwischenergebnis zur deutschen Rechtsprechung 215
III. Generelle Eignung der Tatortanknüpfung 215
1. Handlungsort 215
2. „Handlungswirkungsort“ 216
3. Ort von Vertragsschlüssen 217
4. Geldüberweisung oder Bargeldübergabe 217
5. Zwischenergebnis 217
IV. Alternativen zur Tatortanknüpfung 218
1. Einzelfallbetrachtung 218
2. Wohnsitz des geschädigten Anlegers 219
3. Marktanknüpfung 219
a) Argumente für eine Marktanknüpfung 219
b) Konkretisierung der Marktanknüpfung 220
c) Gleichlauf zwischen regulatorischen Vorschriften, gerichtlicher Zuständigkeit und Haftungsrecht 221
d) Zwischenergebnis 222
4. Kombination aus Marktanknüpfung und Anlegerwohnsitz 222
a) Zuständigkeit 222
b) Koordinationsrecht 223
c) Zwischenergebnis 223
V. Stellungnahme und Ergebnis: Unerlaubtes Erbringen von Finanzdienstleistungen 223
E. Rating 224
I. Beschreibung der Fallgruppe 224
1. Rechtlicher Rahmen 226
2. Beispiele 230
3. Abgrenzung 232
II. Keine einschlägige Rechtsprechung 232
III. Generelle Eignung der Tatortanknüpfung 233
1. Handlungsort 233
2. Veröffentlichung von Ratingbeurteilungen 233
3. Belegenheit von Vermögensteilen 234
4. Vermögenszentrale des Geschädigten 234
a) Zuständigkeit 234
b) Koordinationsrecht 235
5. Zwischenergebnis 236
IV. Alternativen zur Tatortanknüpfung 236
1. Zuständigkeit 236
a) Erfordernis einer besonderen Zuständigkeitsregel 236
b) Möglichkeiten der Anknüpfung 238
aa) Ausschließliche Anknüpfung an die Marktaufsichtsbehörde ESMA 238
bb) Marktanknüpfung 239
cc) Anknüpfung an den Registrierungsort der Tochtergesellschaft 239
dd) Zwischenergebnis 240
2. Koordinationsrecht 240
a) Schadensersatzansprüche gegenüber Agenturen mit Sitz in Drittstaaten 241
b) Schadensersatzansprüche gegenüber Agenturen mit Sitz in der Europäischen Union 241
3. Zwischenergebnis 241
V. Stellungnahme und Ergebnis: Rating 242
F. Kartellrecht 243
I. Beschreibung der Fallgruppe: Kartelldeliktsrecht 245
1. Beispiele 245
2. Rechtlicher Rahmen 246
3. Abgrenzung 249
a) Schadensersatz in kollektiven Rechtsschutzverfahren 249
b) Lauterkeitsrecht 250
II. Rechtsprechungsanalyse des Europäischen Gerichtshofes 252
1. CDC 252
2. flyLAL 254
3. Tibor-Trans 257
4. Zwischenergebnis 258
III. Zuständigkeit: Generelle Eignung der Tatortanknüpfung 259
1. Gründungsort des Kartells 260
2. Ort von Kartellabsprachen 261
3. Umsetzungshandlungen 262
4. Betroffene Vermögensteile der Kartellgeschädigten 264
5. Sitz des jeweiligen Kartellgeschädigten 265
6. Zwischenergebnis 267
IV. Zuständigkeit: Alternativen zur Tatortanknüpfung 267
1. Einschränkung der Tatortanknüpfung 267
2. Marktanknüpfung 268
a) Dogmatischer Hintergrund 269
b) Kohärenz mit dem Koordinationsrecht 269
c) Definition des betroffenen Marktes 270
d) Keine Übertragung der Rechtsprechung zu Persönlichkeitsrechtsverletzungen 271
e) Vervielfältigung der Gerichtsstände 272
aa) Forum shopping 273
bb) Argumente gegen eine Vervielfältigung der Gerichtsstände 273
f) Zwischenergebnis 274
3. Kombination: Marktortanknüpfung und individueller Schaden 274
a) Praktikabilität 275
b) Universalität 276
c) Rechtfertigung einer Abweichung von der zuständigkeitsrechtlichen Systematik 277
d) Kohärenz zwischen Zuständigkeits- und Koordinationsrecht 278
4. Zwischenergebnis 278
V. Koordinationsrecht: Anpassung von Artikel 6 Absatz 3 Rom II-VO 278
1. Koordinationsrechtliche Mosaikbetrachtung 279
a) Gehalt des Artikels 6 Absatz 3 Rom II-VO 279
b) Nachteile einer koordinationsrechtlichen Mosaikbetrachtung 280
c) Ausschluss des Mosaikprinzips: Umsetzung 281
2. Weitere redaktionelle Änderungen 281
a) Kritikpunkte 282
b) Abhilfe nicht (mehr) notwendig 283
c) Berücksichtigung der Kritikpunkte 283
3. Zwischenergebnis 284
VI. Stellungnahme und Ergebnis: Kartellrecht 284
G. Sonstige Fälle 285
I. Rechtsprechungsanalyse 285
1. Europäischer Gerichtshof 285
a) DFDS Torline 286
b) Austro Mechana; Umsetzung durch den OGH Wien 288
aa) Kritik des EuGH-Urteils 291
bb) Kritik des OGH-Beschlusses 292
cc) Zwischenergebnis 294
c) Universal Music 296
d) Verein für Konsumenteninformation 297
e) Zwischenergebnis zur Rechtsprechung des EuGH 298
2. Nationale Gerichte 298
a) Fälschliche Anwendung von Artikel 5 Nr. 3 Brüssel I-VO a.F. 299
b) Verleitung zum Vertragsbruch 299
c) Bruch von Gerichtsstandsvereinbarungen 301
d) Conspiracy by unlawful means 303
e) Durch Spielsucht verursachter Vermögensschaden 306
f) Negative Feststellungsklagen am besonderen deliktischen Gerichtsstand 308
aa) BGE 133 III 282: Erfordernis der besonderen Sachnähe im Einzelfall 308
bb) BGE 145 III 303: Aufgabe der einzelfallbezogenen Prüfung der Sachnähe 310
cc) Zwischenergebnis und Stellungnahme: Negative Feststellungsklagen 311
3. Zwischenergebnis zur Rechtsprechung nationaler Gerichte 312
II. Generelle Eignung der Tatortanknüpfung 313
1. Handlungsort 313
2. Vermögensbeeinträchtigung 314
3. Materiell-rechtliche Betrachtung 315
4. Zwischenergebnis 315
III. Alternativen zur Tatortanknüpfung 316
1. Gerichtliche Zuständigkeit 316
a) Einzelfallbetrachtung 316
b) Handlungszentrale des Schädigers 318
c) Vermögenszentrale des Geschädigten 318
d) Einschränkung des besonderen deliktischen Gerichtsstands: Anwendung auf die Rechtsprechungsbeispiele 318
e) Herstellerhaftungsklagen: Übertragung der Marktanknüpfung 321
f) Zwischenergebnis 321
2. Anwendbares Recht 321
a) Einzelfallbetrachtung 322
b) Handlungsort; Handlungszentrale des Schädigers 322
c) Vermögenszentrale des Geschädigten 323
d) Zwischenergebnis 324
IV. Stellungnahme und Ergebnis: Auffangfallgruppe 324
Kapitel 6: Zusammenfassung der Ergebnisse 326
A. Rechtsprechungsanalysen 326
B. Position der Rechtswissenschaft 327
C. Eigene Position 328
D. Schlussfolgerungen in Thesenform 331
Kapitel 7: Regelungsvorschläge 332
A. Zuständigkeit 332
I. Artikel 7 Brüssel I-VO: Besondere Zuständigkeiten 333
II. Sonstige Anpassungen 333
B. Koordinationsrecht 334
I. Grundregel 334
II. Fallgruppenspezifische Sonderanknüpfungen 335
Entscheidungsverzeichnis 337
I. Europäischer Gerichtshof 337
II. Deutsche Rechtsprechung 338
III. Schweizerische Rechtsprechung 339
IV. Englische Rechtsprechung 339
V. Nordirland 340
VI. Österreichische Rechtsprechung 340
Literaturverzeichnis 341
Stichwortverzeichnis 357