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Die Emittentenhaftung in der Brüssel Ia-VO

Compes, Carolin Isabel

Abhandlungen zum Deutschen und Europäischen Gesellschafts- und Kapitalmarktrecht, Vol. 185

(2021)

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About The Author

Carolin Isabel Compes begann im September 2012 das Studium der Rechtswissenschaften an der Bucerius Law School in Hamburg, während dem sie im Jahr 2014 ein Auslandssemester an der New York University in den USA absolvierte. Die Prüfung des Ersten Juristischen Staatsexamens legte sie im November 2017 vor dem OLG Hamburg ab und begann im März 2018 mit der Promotion an der Juristischen Fakultät der Universität zu Köln. Von Februar 2018 bis März 2020 arbeitete sie als Wissenschaftliche Mitarbeiterin bei der Kanzlei Loschelder Rechtsanwälte in Köln. Im Juni 2020 begann sie den Juristischen Vorbereitungsdienst beim Landgericht Köln. Carolin Isabel Compes began the Studies of Law at Bucerius Law School in Hamburg in September 2012, during which she spent a semester abroad at New York University in the USA in 2014. She passed her first bar exam at the Higher Regional Court of Hamburg in November 2017 and began her doctoral studies at the Law Faculty of the University of Cologne in March 2018. From February 2018 to March 2020, she worked as a research assistant at the law firm Loschelder Rechtsanwälte in Cologne. In June 2020, she began her legal traineeship at the Regional Court of Cologne.

Abstract

Die Arbeit beschäftigt sich mit der gerichtlichen Zuständigkeit nach der Brüssel Ia-VO für Schadensersatzansprüche aufgrund der Verletzung von Prospekt- und Ad-hoc-Publizitätspflichten. Die Haftungstatbestände werden dem Gerichtsstand der unerlaubten Handlung zugeordnet. Bei der Bestimmung des Handlungs- und Erfolgsortes setzt sich die Autorin mit der Rechtsprechung des EuGH und den Ansätzen in der Literatur kritisch auseinander und entwickelt ein Konzept der zuständigkeitsbegründenden Handlungszurechnung. Ferner beleuchtet sie die Bedeutung des Mehrparteiengerichtsstandes in derartigen Schadensersatzprozessen. Zudem werden die Anforderungen an Gerichtsstandsvereinbarungen in Gesellschaftsverträgen und Anleihebedingungen dargelegt sowie ihre persönliche und sachliche Reichweite bestimmt. Schließlich beleuchtet die Autorin das Verhältnis des Musterverfahrens nach dem KapMuG zu den Anerkennungs- und Verfahrenskoordinierungsvorschriften der Brüssel Ia-VO. »Issuer liability in the Brussels Ia Regulation«: This paper examines the jurisdiction in tort matters under the Brussels Ia Regulation in the context of liability for breaches of prospectus and ad-hoc publicity obligations. The multiple-party jurisdiction is discussed and the requirements for the prorogation of jurisdiction in articles of association as well as in terms and conditions of bonds are outlined. It examines the relationship of the model proceeding under the KapMuG to the provisions of recognition and procedural coordination.

Table of Contents

Section Title Page Action Price
Vorwort 7
Inhaltsverzeichnis 9
Kapitel 1: Einführung in die Thematik 19
Kapitel 2: Grundlagen der Kapitalmarktinformationshaftung 26
A. Grundbegriffe des Kapitalmarktrechts 26
B. Die Kapitalmarktinformationshaftung im deutschen Sachrecht 30
I. Prospekthaftung 30
1. Prospekthaftung nach dem Wertpapierprospektgesetz 31
a) Haftung bei fehlerhaftem Börsenzulassungsprospekt nach § 9 WpPG 32
aa) Anwendungsbereich 32
bb) Unrichtigkeit oder Unvollständigkeit 33
(1) Beurteilungsmaßstab und -zeitpunkt 33
(2) Wesentlichkeit der Angaben 34
(3) Unrichtigkeit 34
(4) Unvollständigkeit 35
cc) Prospektverantwortlicher gemäß §§ 8, 9 Abs. 1 WpPG 36
dd) Verschulden 37
ee) Anspruchsberechtigter 38
ff) Haftungsbegründende Kausalität, § 12 Abs. 2 Nr. 1 WpPG 38
gg) Sonstige Haftungsausschlüsse, § 12 Abs. 2 Nr. 2–5 WpPG 39
hh) Ersatzfähiger Schaden 39
ii) Verjährung 40
b) Haftung bei sonstigem Prospekt nach §§ 10, 12 WpPG 40
c) Haftung bei fehlendem Prospekt nach § 14 WpPG 41
d) Haftung bei fehlerhaftem bzw. fehlendem Wertpapier-Informationsblatt nach §§ 11, 13 und 15 WpPG 43
2. Verkaufsprospekthaftung nach § 306 KAGB 44
a) Anwendungsbereich 44
b) Haftung bei fehlerhaftem Verkaufsprospekt nach § 306 Abs. 1 KAGB 45
c) Haftung bei fehlendem Verkaufsprospekt nach § 306 Abs. 5 KAGB 46
d) Haftung wegen fehlerhafter Angaben in den wesentlichen Anlegerinformationen nach § 306 Abs. 2 KAGB 46
3. Verkaufsprospekthaftung nach dem VermAnlG 46
a) Anwendungsbereich 47
b) Haftung bei fehlerhaftem Verkaufsprospekt gemäß § 20 VermAnlG 47
c) Haftung bei fehlendem Verkaufsprospekt gemäß § 21 VermAnlG 48
d) Haftung bei unrichtigem oder fehlendem Vermögensanlagen-Informationsblatt nach § 22 Abs. 1 VermAnlG 48
4. Allgemein-zivilrechtliche Prospekthaftung i.e.S. 49
a) Anwendungsbereich 49
b) Anspruchsvoraussetzungen 50
aa) Prospekt 50
bb) Prospektmangel 50
cc) Anspruchsberechtigter 51
dd) Anspruchsgegner 51
ee) Haftungsbegründende Kausalität 51
ff) Verschulden 52
gg) Ersatzfähiger Schaden 52
5. Haftung nach allgemeinem Deliktsrecht 53
a) Haftung aufgrund vorsätzlicher sittenwidriger Schädigung nach § 826 BGB 53
b) Haftung aufgrund einer Schutzgesetzverletzung nach § 823 Abs. 2 BGB 55
II. Haftung aufgrund einer Ad-hoc-Publizitätspflichtverletzung 56
1. Haftung nach §§ 97, 98 WpHG 57
a) Anwendungsbereich 57
b) Anspruchsgegner 57
c) Verletzung der Ad-hoc-Publizitätspflicht gemäß Art. 17 Marktmissbrauchs-VO, §§ 97, 98 WpHG 58
aa) Insiderinformation 58
bb) Unterlassen der Veröffentlichung einer Ad-hoc-Mitteilung gemäß Art. 17 Marktmissbrauchs-VO, § 97 Abs. 1 WpHG 59
cc) Fehlerhafte Insiderinformation gemäß § 98 Abs. 1 WpHG 60
dd) Unmittelbare Betroffenheit des Emittenten 61
d) Anspruchsberechtigte 61
e) Verschulden 62
f) Ersatzfähiger Schaden und haftungsbegründende Kausalität 62
g) Haftungsausschluss 64
2. Haftung nach allgemeinem Deliktsrecht 65
a) Haftung aufgrund vorsätzlicher sittenwidriger Schädigung nach § 826 BGB 65
b) Haftung aufgrund einer Schutzgesetzverletzung nach § 823 Abs. 2 BGB 67
Kapitel 3: Die Zuständigkeit nach der Brüssel Ia-VO 70
A. Anwendungsbereich 71
B. Die Gerichtsstände der Brüssel Ia-VO 72
I. Allgemeiner Gerichtsstand, Art. 4 Abs. 1 Brüssel Ia-VO 72
1. Grundsatz des Beklagtengerichtsstandes 72
2. Keine ausschließliche Zuständigkeit nach Art. 24 Nr. 2 Brüssel Ia-VO 73
II. Gerichtsstand der unerlaubten Handlung, Art. 7 Nr. 2 Brüssel Ia-VO 74
1. Kapitalmarktinformationspflichtverletzungen als unerlaubte Handlung 75
a) Der Begriff der unerlaubten Handlung 75
b) Abgrenzung zur vertraglichen Streitigkeit nach Art. 7 Nr. 1 Brüssel Ia-VO 75
aa) Begriff des vertraglichen Anspruchs in Abgrenzung zur deliktischen Haftung 76
bb) Qualifikation der Ansprüche aufgrund Kapitalmarktinformationspflichtverletzungen im Einzelnen 80
(1) Prospekthaftung 81
(a) Die Rechtsprechung des EuGH aus der Rechtssache Kolassa 81
(b) Die Prospekthaftungstatbestände im Einzelnen 82
(aa) Spezialgesetzliche Prospekthaftungstatbestände 82
(bb) Allgemein-zivilrechtliche Prospekthaftung i.e.S. 85
(cc) Haftungstatbestände des allgemeinen Deliktsrechts 86
(2) Haftung wegen Ad-hoc-Publizitätspflichtverletzungen 86
cc) Zwischenergebnis 88
c) Annexkompetenz zugunsten des Vertragsgerichtsstandes? 88
2. Abgrenzung zum Verbrauchergerichtsstand 90
a) Anwendungsbereich 90
b) Die sachliche Reichweite im Hinblick auf Schadensersatzansprüche aufgrund der Verletzung von Kapitalmarktinformationspflichten 91
aa) Anwendbarkeit des Verbrauchergerichtsstands bei Rechtsnachfolge? 91
bb) Einbeziehung kapitalmarktrechtlicher Streitigkeiten in den sachlichen Anwendungsbereich der Art. 17ff. Brüssel Ia-VO? 94
c) Ergebnis 97
3. Grundlagen zur Bestimmung des Tatortes 97
a) Auslegungskriterien 97
b) Ubiquitätsprinzip 99
4. Handlungsort 100
a) Begriff des Handlungsortes 100
b) Zuständigkeitsbegründende Handlung bei der Haftung wegen der Veröffentlichung fehlerhafter Kapitalmarktinformationen 101
aa) Die Rechtsprechung des EuGH 103
bb) Prospekthaftung 105
(1) Mögliche Lösungsansätze 105
(a) Ort der Erstellung des Prospektinhalts 105
(b) Ort der Entscheidungszentrale 105
(c) Veröffentlichungsort 105
(d) Veröffentlichungsort, aber Unbeachtlichkeit von Notifizierungen 106
(2) Bewertung 106
(a) Sach- und Beweisnähe 106
(b) Interessen des geschädigten Anlegers 108
(c) Interessen des Emittenten 111
(d) Schlussfolgerungen 112
cc) Haftung wegen fehlerhafter Ad-hoc-Mitteilungen 114
(1) Mögliche Lösungsansätze 114
(2) Bewertung 115
(a) Sach- und Beweisnähe 115
(b) Interessen des geschädigten Anlegers 116
(c) Interessen des Emittenten 116
(3) Schlussfolgerungen 117
c) Die Bestimmung des Handlungsortes bei arbeitsteiliger Deliktsverwirklichung 117
aa) Die Rechtsprechung des EuGH und BGH 119
(1) Rechtssache Melzer 119
(2) Rechtssache CDC Hydrogen Peroxide 120
(3) Rechtsprechung des BGH 121
(4) Zwischenergebnis 122
bb) Bewertung der Argumente gegen eine Handlungszurechnung 122
(1) Abschließende Regelung durch Art. 8 Nr. 1 Brüssel Ia-VO? 123
(2) Fehlende ausdrückliche Regelung? 123
(3) Mangelnde Sach- und Beweisnähe? 124
(4) Überlastung der Zuständigkeitsprüfung? 125
(5) Interessen des klagenden Geschädigten 126
(6) Interessen des beklagten Schädigers 127
(7) Unmöglichkeit, autonome Kriterien zu entwickeln? 128
(8) Zwischenergebnis 129
cc) Umfang der Handlungszurechnung 129
(1) Organe einer Gesellschaft 129
(2) Unselbständig handelnde Personen 130
(a) Der Begriff des Verrichtungsgehilfen 130
(b) Die für den Geschäftsherrn zuständigkeitsbegründende Handlung 131
(3) Selbständige Dritte 133
(a) Einschränkendes Kriterium der Handlungszurechnung 133
(aa) Mögliche Begrenzungsmodelle 134
(bb) Bewertung im Hinblick auf die Haftung wegen fehlerhafter Kapitalmarktinformationen 135
(b) Schlussfolgerungen 136
d) Unterlassene Veröffentlichung eines Prospektes bzw. einer Ad-hoc-Mitteilung 138
e) Ergebnis zum Handlungsort 140
5. Erfolgsort 140
a) Die Bestimmung des Erfolgsortes bei primären Vermögensschäden 141
b) Die Konkretisierung des Erfolgsortes durch den EuGH 141
aa) Rechtssache Kronhofer 142
bb) Rechtssache Kolassa 143
cc) Rechtssache Universal Music International Holding 144
dd) Rechtssache Löber 146
ee) Würdigung 148
ff) Übertragung der Rechtsprechung auf Haftungsfälle aufgrund Ad-hoc-Publizitätspflichtverletzungen? 149
c) Bestimmung des Erfolgsortes für die Haftung aufgrund kapitalmarktrechtlicher Informationspflichtverletzungen 151
aa) Prospekthaftung 152
(1) Mögliche Anknüpfungspunkte 152
(a) Marktort 152
(b) Belegenheitsort des konkret geschädigten Vermögensteils 152
(c) Ort der Vermögensverfügung i.S.d. Erwerbsvertragsabschlusses 153
(d) Ort der Vermögensverfügung i.S.d. Anlageentscheidung 153
(2) Stellungnahme 154
(a) Zum Marktort 154
(b) Zum Ort des Erwerbsvertragsabschlusses 156
(c) Zum Ort der Anlageentscheidung 159
(d) Zum Belegenheitsort des unmittelbar geschädigten Kontos 160
(3) Zwischenergebnis 164
bb) Haftung wegen Ad-hoc-Publizitätspflichtverletzung 164
(1) Mögliche Lösungsansätze 164
(2) Stellungnahme 165
d) Rückgriff auf Vermögenszentrale des geschädigten Anlegers? 168
e) Verzicht auf Zuständigkeit am Erfolgsort? 170
f) Ergebnis zum Erfolgsort 172
III. Mehrparteiengerichtsstand, Art. 8 Nr. 1 Brüssel Ia-VO 172
1. Räumlich-persönlicher Anwendungsbereich 173
a) Sitzverschiedenheit 173
b) Drittstaatenproblematik 173
2. Das Konnexitätserfordernis 176
a) Auslegungsmaßstab 176
b) Das Erfordernis der einheitlichen Tatsachen- und Rechtsgrundlage 177
aa) Konkretisierung der einheitlichen Tatsachengrundlage 180
bb) Konkretisierung der einheitlichen Rechtsgrundlage 183
c) Das Problem der Zuständigkeitserschleichung 186
aa) Notwendigkeit der Vermeidung einer Zuständigkeitserschleichung 186
bb) Umsetzung 189
(1) Auslegung des Konnexitätserfordernisses 189
(2) Anwendung auf relevante Fallgestaltungen 190
(a) Unzulässige Ankerklage 190
(b) Offensichtlich unbegründete Ankerklage 191
(c) Nachträglicher Wegfall der Ankerklage 192
3. Die Konnexität zwischen Streitigkeiten aufgrund kapitalmarktrechtlicher Informationspflichtverletzungen 194
a) Geschädigter Anleger erhebt Klage 195
aa) Einheitliche Tatsachengrundlage 195
(1) Prospekthaftung 195
(2) Verletzung der Ad-hoc-Publizitätspflicht 197
bb) Einheitliche Rechtsgrundlage 198
(1) Prospekthaftung 198
(a) Vergleichbarkeit bei denselben Anspruchsgrundlagen 198
(b) Vergleichbarkeit verschiedener Anspruchsgrundlagen desselben nationalen Rechts 198
(c) Vergleichbarkeit verschiedener Rechtsordnungen 199
(2) Haftung aufgrund der Verletzung der Ad-hoc-Publizitätspflicht 202
(a) Vergleichbarkeit bei denselben Anspruchsgrundlagen 202
(b) Vergleichbarkeit verschiedener Anspruchsgrundlagen desselben nationalen Rechts 202
(c) Vergleichbarkeit verschiedener Rechtsordnungen 203
(3) Zuständigkeitserschleichung 205
(4) Zwischenergebnis 205
b) Emittent erhebt negative Feststellungsklage gegen Anleger 206
aa) Einheitliche Tatsachen- und Rechtsgrundlage 207
(1) Prospekthaftung 207
(2) Haftung aufgrund der Ad-hoc-Publizitätspflichtverletzung 209
(3) Zwischenergebnis 209
bb) Fehlende Vorhersehbarkeit 210
4. Ergebnis zum Mehrparteiengerichtsstand 211
C. Vereinbarungen über die Zuständigkeit, Art. 25 Brüssel Ia-VO 211
I. Gerichtsstandsvereinbarungen in Gesellschaftsverträgen 213
1. Bestandteil einer Satzung einer Aktiengesellschaft 213
a) Formwirksame Vereinbarung 213
aa) Bedeutung und Grundlagen 214
bb) Die Entscheidungen des EuGH in den Rechtssachen Peters und Powell Duffryn 216
cc) Gründungsgesellschafter 219
dd) Im Zuge einer Kapitalerhöhung beitretende Aktionäre 219
ee) Derivativer Aktienerwerb 221
ff) Nachträgliche Einführung durch Mehrheitsbeschluss 224
gg) Zwischenergebnis 227
b) Sachliche Reichweite und Bestimmtheit der Gerichtsstandsvereinbarung 227
aa) Unterscheidung zwischen allgemein gefassten Gerichtsstandsvereinbarungen und expliziter Erwähnung von kapitalmarktrechtlichen Streitigkeiten 228
bb) Einbeziehung von kapitalmarktrechtlichen Streitigkeiten 228
(1) Maßgebliche Rechtsordnung der Auslegung 228
(2) Die Auslegung nach deutschem Recht 231
(a) Der bisherige Stand in der Rechtsprechung 231
(b) Die Ansätze in der Literatur 233
(c) Bewertung im Hinblick auf kapitalmarktrechtliche Streitigkeiten 234
(3) Zwischenergebnis 237
cc) Bestimmtheit 237
dd) Schlussfolgerungen 241
c) Wirksamkeit nach nationalem Gesellschaftsrecht 241
aa) Vereinbarkeit mit dem Gebot der Satzungsstrenge 241
bb) Einführung einer Gerichtsstandsklausel durch Mehrheitsbeschluss 243
2. Bestandteil von Gesellschaftsverträgen weiterer Gesellschaftsformen 245
a) GmbH 245
b) Personengesellschaften 246
II. Gerichtsstandsvereinbarungen in Anleihebedingungen 248
1. Formwirksame Vereinbarung 249
a) Ersterwerb am Primärmarkt 249
aa) Die Rechtsprechung des EuGH in der Rechtssache Profit Investment SIM 249
bb) Übertragung der Grundsätze zu Gerichtsstandsvereinbarungen als Satzungsbestandteil 250
cc) Schlussfolgerungen 253
b) Zweiterwerb am Sekundärmarkt 254
aa) Die Rechtsprechung des EuGH in der Rechtssache Profit Investment SIM 254
bb) Geltung der Grundsätze zu Gerichtsstandsvereinbarungen als Satzungsbestandteil 256
(1) Bindung kraft Rechtsnachfolge 256
(2) Kenntnisnahmemöglichkeit als zusätzliche Voraussetzung? 257
cc) Gerichtsstandsvereinbarungen in Anleihebedingungen als Handelsbrauch gemäß Art. 25 Abs. 1 S. 3 lit. c) Brüssel Ia-VO 259
2. Sachliche Reichweite und Bestimmtheit 261
a) Auslegung 262
b) Bestimmtheit 263
3. Zwischenergebnis 264
III. Prorogationsbeschränkungen im Verhältnis zu Verbrauchern 265
1. Satzung einer AG 266
2. Sonstige Gesellschaftsverträge und Anleihebedingungen 266
IV. Allgemeine Missbrauchskontrolle 269
Kapitel 4: Das Musterverfahren nach dem KapMuG im Anwendungsbereich der Brüssel Ia-VO 272
A. Grundzüge des Musterverfahrens 273
I. Anwendungsbereich 273
II. Einleitung des Musterverfahrens in den Ausgangsverfahren 274
III. Das Musterverfahren vor dem Oberlandesgericht 274
1. Feststellungsziele als Streitgegenstand des Musterverfahrens 274
2. Verfahrensgang und Beteiligte 275
3. Abschluss des Musterverfahrens 276
B. Wirkungen des Musterentscheids gemäß § 22 KapMuG 276
I. Bindung der Prozessgerichte 276
II. Rechtskraftwirkung zwischen den Parteien 277
III. Bindung der Beigeladenen 280
1. Dogmatische Einordnung 280
2. Bindungswirkung für Folgeverfahren 282
IV. Die von der Bindungswirkung erfassten Verfahren 283
1. Erfordernis eines Aussetzungsbeschlusses im Sinne des § 8 Abs. 1 S. 1 KapMuG 283
2. Bei deutschen Prozessgerichten rechtshängige Ausgangsverfahren 284
a) Erfordernis der örtlichen Zuständigkeit des Prozessgerichts nach § 32b ZPO? 285
b) Vereinbarkeit der Zuständigkeit des OLG nach § 6 KapMuG mit den Zuständigkeitsregeln der Brüssel Ia-VO 286
3. Bei einem mitgliedstaatlichen Gericht rechtshängige Parallelverfahren 287
a) Beschluss nach Art. 30 Abs. 1 Brüssel Ia-VO als Aussetzungsbeschluss i.S.d. § 8 Abs. 1 S. 1 KapMuG? 288
b) Würdigung 289
C. Die Anerkennung des Musterentscheids im mitgliedstaatlichen Ausland 291
I. Entscheidung im Sinne des Art. 2 lit. a) Brüssel Ia-VO 292
1. Begriffsbestimmung durch den EuGH 292
2. Die Ansätze in der Literatur 293
3. Würdigung 295
II. Anerkennungsfähige Wirkungen 297
1. Ansätze zur Bestimmung der Entscheidungswirkungen 298
a) Grundsatz der Wirkungserstreckung 298
b) Autonome Bestimmung? 300
2. Anerkennungsfähige Wirkungen des Musterentscheids 302
a) Die Bindung der Parteien des Musterverfahrens 303
b) Die Bindung der Beigeladenen im Verhältnis zum Beklagten 303
D. Die Koordinierung von Parallelverfahren 306
I. Beteiligte des Musterverfahrens 307
1. Rechtshängigkeit des Ausgangsverfahrens 307
a) Voraussetzungen und Rechtsfolge einer Aussetzung nach Art. 29 Brüssel Ia-VO 307
b) Anwendung auf Ausgangsverfahren und Parallelverfahren 308
2. Klagerücknahme im Ausgangsverfahren 310
a) Aussetzung nach Art. 29 Abs. 1 Brüssel Ia-VO? 310
b) Aussetzung nach Art. 30 Brüssel Ia-VO 312
aa) Konnexität gemäß Art. 30 Abs. 3 Brüssel Ia-VO 312
bb) Ermessensentscheidung über die Verfahrensaussetzung 313
II. Nicht am Musterverfahren beteiligte Anleger 314
1. Koordinierungsansätze in der Literatur 315
2. Kritische Würdigung 316
Kapitel 5: Zusammenfassung der Ergebnisse 319
Literaturverzeichnis 323
Sachverzeichnis 343