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Miller, M. (2023). Die relative Gesellschafterstellung im GmbH-Recht. Ein Beitrag zur Rechtssicherheit. Duncker & Humblot. https://doi.org/10.3790/978-3-428-58636-3
Miller, Matthias. Die relative Gesellschafterstellung im GmbH-Recht: Ein Beitrag zur Rechtssicherheit. Duncker & Humblot, 2023. Book. https://doi.org/10.3790/978-3-428-58636-3
Miller, M, (2023): Die relative Gesellschafterstellung im GmbH-Recht: Ein Beitrag zur Rechtssicherheit, Duncker & Humblot, [online] https://doi.org/10.3790/978-3-428-58636-3

Format

Die relative Gesellschafterstellung im GmbH-Recht

Ein Beitrag zur Rechtssicherheit

Miller, Matthias

Abhandlungen zum Deutschen und Europäischen Gesellschafts- und Kapitalmarktrecht, Vol. 210

(2023)

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About The Author

Matthias Miller studierte von 2009 bis 2015 Jura in Freiburg, Kalkutta und München. Sein Studium schloss er mit dem Ersten Juristischen Staatsexamen in München ab. Er war Stipendiat der Konrad-Adenauer-Stiftung, des Max Weber-Programms und der DAAD/Promos-Auslandsförderung. Nach seiner Referendarzeit mit Stationen in Frankfurt a.M. und Stuttgart folgte 2018 das Zweite Juristische Staatsexamen in Stuttgart. Seit 2018 ist er Notarassessor der Notarkammer Baden-Württemberg, war dabei abgeordnet als Referent an das Deutsche Notarinstitut in Würzburg und ist derzeit tätig in Stuttgart. Zudem ist er seit 2021 Mitglied des Landtags von Baden-Württemberg.

Abstract

Seit 2008 besteht die relative Gesellschafterstellung im GmbH-Recht in § 16 Abs. 1 Satz 1 GmbHG. Die Norm hat für die Innenverfassung der GmbH grundlegende Bedeutung. Sie allein bestimmt, wer mitgliedschaftliche Rechte ausüben darf. Egal ob bei Geschäftsführerbestellungen, Gewinnausschüttungen, Satzungsänderungen oder anderen Beschlüssen ist stets der Inhalt der Gesellschafterliste entscheidend. Beteiligen sich Nichtlistengesellschafter, droht die Beschlussnichtigkeit. Die hohe praktische Relevanz der Vorschrift zeigt sich an der zunehmenden Zahl ober- und höchstgerichtlicher Entscheidungen. Miller zeichnet die historischen Hintergründe seit Mitte des 19. Jahrhunderts nach, ordnet die Vorschrift dogmatisch ein, beschreibt deren Wirkungen und sortiert unter sorgfältiger Analyse der Meinungsvielfalt die Grenzen der relativen Gesellschafterstellung. Dabei wird die fast einhellig akzeptierte Grenze der »Zurechnung« erstmals ausführlich teleologisch hinterfragt. Die Arbeit präsentiert insgesamt eine rechtssichere Lesart der Regelung.»The Relative Position of Shareholders in GmbH Law. A Contribution to Legal Certainty»: Since 2008, the relative position of shareholders in GmbH law has existed in § 16 Para. 1 Sentence 1 GmbHG. This regulation is of fundamental importance for the internal constitution of the GmbH. Miller traces the historical background since the middle of the 19th century, dogmatically classifies the regulation, describes its effects and develops the limits of the relative position of sharholders in a legally secure reading. In doing so, the almost unanimously accepted limit of ›attribution‹ is teleologically questioned in detail for the first time.

Table of Contents

Section Title Page Action Price
Vorwort 7
Inhaltsübersicht 9
Inhaltsverzeichnis 11
Abkürzungsverzeichnis 21
Einleitung 27
A. Einführung in die Problematik 27
B. Thematische Eingrenzung und rechtsmethodisches Vorgehen 28
C. Struktureller Aufbau der Arbeit 29
Kapitel 1: Geschichtliche Entwicklung 31
A. Relative Gesellschafterstellung vor Schaffung der GmbH in Deutschland 31
I. Preußisches Gesetz über die Aktiengesellschaft, 1843 32
II. Allgemeines Deutsches Handelsgesetzbuch, 1861 32
III. Deutsch-Ostafrikanische Gesellschaft, 1887 34
B. Entstehung der GmbH im Jahre 1892 34
I. Die Regelung des § 16 GmbHG 1892 34
II. Unterschiede der Legitimationswirkung zur Aktiengesellschaft 35
C. Reformdiskussion im Nationalsozialismus – Referentenentwurf 1939 37
I. Ziel – Verhinderung der Anonymität von Gesellschafterstrukturen 37
II. Umfassende relative Gesellschafterstellung 38
III. Neufassung der mitgliedschaftlichen Forthaftung des bisherigen Gesellschafters 40
IV. Scheitern der Reform 41
D. Reformdiskussionen von 1969 bis 1973 41
I. Umfassende relative Gesellschafterstellung 41
II. Neufassung der mitgliedschaftlichen (Fort-)‌Haftung 42
III. Scheitern der Reformen 43
E. GmbH-Novelle von 1980 44
F. Bilanzrichtliniengesetz von 1985 44
G. Handelsrechtsreformgesetz von 1998 44
H. Diskussionen vor Erlass des MoMiG von 2006 bis 2008 45
I. Entwurf von Vossius/Wachter, 2005 46
II. Referentenentwurf vom 29.5.2006 47
III. Regierungsentwurf vom 23.5.2007 48
IV. Stellungnahme des Bundesrates und Vorlage an den Bundestag 50
I. Neufassung der relativen Gesellschafterstellung durch das MoMiG, 2008 50
J. Umsetzung der Vierten europäischen Geldwäscherichtlinie, 2017 50
I. Vierte europäische Geldwäscherichtlinie 51
II. Ergänzung des § 40 Abs. 1 GmbHG 51
III. § 40 Abs. 4, Abs. 5 GmbHG und Gesellschafterlistenverordnung 53
IV. Bedeutung der Änderungen für § 16 GmbHG 54
K. Personengesellschaftsmodernisierungsgesetz von 2021 54
L. Zusammenfassung und Ausblick 55
Kapitel 2: Grundlagen 57
A. Begriffsbestimmung – „Relative Gesellschafterstellung“ 57
I. Bedeutung des Begriffs 57
II. Herkunft des Begriffs 58
B. Zweck des § 16 Abs. 1 Satz 1 GmbHG 60
I. Überblick 60
II. Rechtssicherheit 61
1. Schutz der Gesellschaft 61
2. Schutz des Listengesellschafters 63
a) Disponibilität zugunsten der Gesellschaft 63
b) Umfassende Rechtssicherheit durch Schutz des Listengesellschafters 65
3. Schutz des Rechtsverkehrs und Dritter 66
a) Gläubigerschutz 66
b) Schutz des Rechtsverkehrs im Übrigen 67
III. Transparenz 68
1. Bekämpfung von Missbrauch 68
2. Verhinderung von Geldwäsche 69
IV. Zwischenergebnis 70
C. Dogmatische Einordnung der Legitimationswirkung 70
I. Erklärungsversuche in Rechtsprechung und Wissenschaft 71
1. Duplizität des Rechtssubjekts 71
2. Abspaltung der Rechtszuständigkeit 72
a) Einheitlichkeit der Mitgliedschaft und Abspaltungsverbot 72
b) Zur Technik der Abspaltung der „Rechtszuständigkeit“ 74
3. Rechtsscheintatbestand 75
a) Schutz des Vertrauens der Gesellschaft 75
b) Legitimationswirkung trotz positiver Kenntnis der Unrichtigkeit 75
c) Abschließende Anmerkung zur Terminologie des Rechtsscheins 77
4. Unwiderlegliche Vermutung oder Fiktion 78
II. Dogmatische Präzisierung 80
1. Rechtskonstruktion: Abspaltung der aktiven und passiven mitgliedschaftlichen Ausübungsbefugnis 80
2. Rechtsfolgendogmatik: Tatbestand des absoluten Verkehrsschutzes 82
a) Vergleichbare Legitimationsnormen im Zivilrecht 83
b) § 16 Abs. 1 Satz 1 GmbHG als Tatbestand des absoluten Verkehrsschutzes 85
III. Zusammenfassung 86
Kapitel 3: Legitimationswirkung 87
A. Grundvoraussetzungen für den Erwerb der relativen Gesellschafterstellung 87
I. Im Fall einer Veränderung in den Personen der Gesellschafter oder des Umfangs ihrer Beteiligung 88
1. Einschränkende Auslegung des Tatbestandsmerkmals 88
a) Legitimationswirkung für Gründergesellschafterlisten nach § 8 Abs. 1 Nr. 3 GmbHG 88
b) Legitimationswirkung trotz fehlender tatsächlicher Veränderung 89
2. Gänzlicher Verzicht auf das Tatbestandsmerkmal „im Fall einer Veränderung (…)“ 89
II. Eintragung in der in das Handelsregister aufgenommenen Gesellschafterliste 91
1. Eintragung als echte Voraussetzung 91
2. Voraussetzung der Eintragung bei erbrechtlichen Sachverhalten 92
B. Rechtsfolgen der relativen Gesellschafterstellung 94
I. Umfang der Legitimationswirkung nach § 16 Abs. 1 Satz 1 GmbHG 95
1. Rechte der Listengesellschafter 95
a) Teilnahme- und Stimmrechte 95
b) Minderheitsrechte 96
c) Gerichtliche Überprüfung von Gesellschafterbeschlüssen 97
d) Die Gesellschafterklage oder actio pro societate 98
e) Informationsrechte 100
aa) Auskunft von der Gesellschaft 100
bb) Auskunft von Mitgesellschaftern 101
f) Vermögensrechte, insbesondere Gewinnrecht nach § 29 GmbHG 101
g) Mitgliedschaftsrechte bei Kapitalerhöhungen 103
aa) Effektive Kapitalerhöhung durch Übernahme neuer Geschäftsanteile 103
bb) Effektive Kapitalerhöhung durch Aufstockung bestehender Geschäftsanteile 106
cc) Nominelle Kapitalerhöhung 108
dd) Legitimationswirkung nach erfolgter Kapitalerhöhung 109
h) Sonstige Rechte 110
3. Pflichten der Listengesellschafter 110
a) Einlagen- und Nachschusspflichten 110
b) Kaduzierungsverfahren, §§ 21ff. GmbHG 111
aa) Maßgeblichkeit der Listenposition 111
bb) Wirkung der Kaduzierung 112
c) Haftung nach § 31 Abs. 3 GmbHG 113
d) Primärhaftung nach § 31 Abs. 1 i.V.m. § 30 GmbHG 114
e) Nebenleistungspflichten 115
f) Treuepflichten 115
g) Insolvenzantragspflicht bei Führungslosigkeit, § 15a Abs. 3 InsO 117
4. Besonderheiten bei dem Ausscheiden eines Gesellschafters (Einziehung, Austritt, Ausschluss) 119
a) Einziehung bei unrichtiger Gesellschafterliste 119
aa) Voraussetzungen der Einziehung vom Listengesellschafter 119
bb) Rechtsfolgen für die materielle Rechtsinhaberschaft 121
cc) Legitimationswirkung nach der Einziehung 122
b) Austritt des Listengesellschafters bei unrichtiger Gesellschafterliste 124
aa) Austritt aus wichtigem Grund bei fehlender Kenntnis von der Unrichtigkeit der Gesellschafterliste 124
bb) Austritt aus wichtigem Grund bei Kenntnis der Unrichtigkeit der Liste 125
c) Ausschluss des Listengesellschafters bei unrichtiger Gesellschafterliste 125
5. Besonderheiten bei Amtsverwaltung, dinglicher Belastung und gesetzlicher Vertretung 127
a) Amtsverwaltung 127
aa) Zur Eintragungsfähigkeit von Testamentsvollstrecker-‍, Nachlassverwaltungs- und Insolvenzvermerken 127
bb) Spannungsverhältnis von Amtsverwaltung und Legitimationswirkung 129
b) Dingliche Belastungen an Geschäftsanteilen 131
aa) Problembeschreibung 131
bb) Zur Eintragungsfähigkeit der dinglichen Belastungen in Gesellschafterlisten 132
cc) Dingliche Belastung und Legitimationswirkung 133
c) Gesetzliche Vertretung 134
aa) Gesetzliche Vertretung eines bekannten Gesellschafters 134
bb) Unbekannter Gesellschafter und Pflegschaft 135
d) Zwischenergebnis: Verbleibende Rechtsunsicherheiten de lege lata 137
II. Rückwirkungsfiktion des § 16 Abs. 1 Satz 2 GmbHG 138
1. Grundlagen und Regelungsinhalt 138
2. Bestellung eines neuen Geschäftsführers im Anwendungsbereich des § 16 Abs. 1 Satz 2 GmbHG 140
a) Rechtsfolgen bei unverzüglicher Aufnahme der Liste 140
b) Rechtsfolgen bei verspäteter Aufnahme der Liste 141
3. Abberufung eines Geschäftsführers im Anwendungsbereich des § 16 Abs. 1 Satz 2 GmbHG 143
III. Besonderheiten der mitgliedschaftlichen Haftung – § 16 Abs. 2 GmbHG 144
1. Rechtliche Einordnung und Zweck des § 16 Abs. 2 GmbHG 145
a) Meinungsspektrum 145
b) Dogmatische Hinweise zur Einheitlichkeit der Mitgliedschaft 146
c) Zweck des § 16 Abs. 2 GmbHG 148
2. Haftungsvoraussetzungen 150
a) Veräußerer 150
aa) Veräußerer als rechtsgeschäftlich Übertragender 150
bb) Kein praktisches Bedürfnis für eine Forthaftung bei Gesamtrechtsnachfolge 152
(1) Gesamtrechtsnachfolge bei Fortbestehen des Rechtsvorgängers 152
(2) Gesamtrechtsnachfolge bei fehlendem Fortbestehen des Rechtsvorgängers 152
cc) Zwischenergebnis 153
b) Ungeschriebenes Tatbestandsmerkmal der „Voreintragung des Veräußerers“ 153
c) Einlageverpflichtungen 154
d) Zwischenergebnis 154
3. Mitgliedschaftliche Haftung bei Listenkorrekturen 155
a) Forthaftung nach Listenkorrektur 155
aa) Zur Forthaftung nach § 16 Abs. 3 GmbHG a.F. 155
bb) Keine Forthaftung nach § 16 Abs. 2 GmbHG 158
b) Erfüllung der Einlagenforderung und Haftung vor Listenkorrektur 159
4. Zusammenfassung 161
C. Ergebnis 161
Kapitel 4: Grenzen der Legitimationswirkung 163
A. Bestandsaufnahme der Ansichten in Rechtsprechung und Literatur 164
I. Kein formal ordnungsgemäßes Verfahren 164
1. Zuständigkeit 165
a) Allgemeine Zuständigkeitsverteilung 165
b) Meinungsspektrum zu den Grenzen 167
2. Verfahren 168
a) Listenänderung durch Geschäftsführer, § 40 Abs. 1 GmbHG 169
aa) Verfahrensvoraussetzungen nach § 40 Abs. 1 GmbHG 169
bb) Meinungsspektrum zu den Grenzen 170
b) Listenänderung durch Notare, § 40 Abs. 2 GmbHG 172
aa) Verfahrensvoraussetzungen nach § 40 Abs. 2 GmbHG 172
bb) Meinungsspektrum zu den Grenzen 173
c) Listenkorrektur 175
aa) Ungeschriebene Voraussetzungen des Korrekturverfahrens 175
bb) Meinungsspektrum zu den Grenzen 178
3. Zwischenergebnis 179
II. Fehlende Zurechenbarkeit der Listenposition 179
1. Einordnung des Zurechenbarkeitskriteriums 179
2. Zurechenbarkeit im Schrifttum 180
a) Geschäftsführerlisten 180
b) Notarlisten 182
c) Korrekturlisten 184
3. Zurechenbarkeitskriterien in der Rechtsprechung 184
III. Rechtsmissbräuchliches Verhalten 187
IV. Verfassungsrechtlich garantierter Justizgewährungsanspruch 190
V. Zwischenergebnis: Unklare Grenzen der Legitimationswirkung 190
B. Kritik am Kriterium der Zurechenbarkeit – Wahrung der Verkehrsschutzinteressen 191
I. Rechtsdogmatischer Hintergrund der Zurechnungslehre 192
II. Tatbestand des absoluten Verkehrsschutzes und Zurechenbarkeit 194
III. Vergleich zu § 67 Abs. 2 Satz 1 AktG? 195
IV. Wortlaut, Systematik und Normentstehung 196
V. Vergleich zu reinen Vertrauenstatbeständen – Regelungsziele des § 16 Abs. 1 Satz 1 GmbHG 197
1. Phänomenologie einzelner reiner Vertrauenstatbestände 198
a) §§ 892f. BGB 198
b) § 1155 Satz 1 BGB 199
c) §§ 2366f. BGB 200
d) § 935 Abs. 2 Fall 1 und Fall 2 BGB, Art. 16 Abs. 2 WG (i.V.m. § 68 Abs. 1 Satz 2 AktG), Art. 21 SchG 200
e) § 935 Abs. 2 Fall 3 BGB 202
f) § 16 Abs. 3 Satz 2 GmbHG 203
g) §§ 407, 408 BGB 204
h) § 793 Abs. 1 Satz 2 BGB 204
i) § 15 Abs. 1 HGB – § 29 Abs. 1 GenG – §§ 68, 70 BGB 205
2. Gemeinsame Wertungen reiner Vertrauenstatbestände 207
a) Funktionieren des Rechts- und Wirtschaftsverkehrs 207
b) Staatliche Mitwirkung bei Schaffung des Rechtsscheinträgers 207
c) Wertung des Schuldnerschutzes 207
d) Anreizmechanismus 208
3. Übertragung der Wertungen auf § 16 Abs. 1 Satz 1 GmbHG 208
a) Überschneidungen von § 16 Abs. 1 Satz 1 GmbHG mit reinen Vertrauenstatbeständen 209
b) Unterschiede durch den absoluten Verkehrsschutz 210
c) Übertragung der Wertungen im Speziellen anhand der Zielrichtung des § 16 Abs. 1 Satz 1 GmbHG 210
aa) Schutz der Funktionsfähigkeit des Rechts- und Wirtschaftsverkehrs durch Rechtssicherheit 211
(1) Gesellschafterbeschluss als zentrales verbandsinternes Entscheidungsinstrument 211
(2) Störung der Beständigkeit gefasster Beschlüsse durch das Zurechnungskriterium 212
(3) Inkonsequente Ergebnisse bei Vinkulierungsklauseln durch das Zurechnungskriterium 214
(4) Inkonsequente Ergebnisse im Erbrecht durch das Zurechnungskriterium 215
(5) Zwischenergebnis 216
bb) Keine staatliche Mitwirkung bei Schaffung des Legitimationsträgers 216
cc) Schuldnerschutz 217
dd) Anreizmechanismus und Transparenz 219
4. Zwischenergebnisse 220
VI. Bedeutung der Transparenz angesichts internationaler und europäischer Vorgaben 220
VII. Zusammenfassung 222
C. Ausreichender Schutz der Individualinteressen 223
I. Zivilrechtliche Ausgleichsansprüche 223
1. Ansprüche im Innenverhältnis „Listengesellschafter – wahrer Gesellschafter“ 223
2. Ansprüche bei Fehlern im Erstellungsverfahren 225
II. Strafrechtliche Sanktionsandrohung 225
III. Gerichtlicher Rechtsschutz 227
1. Erlangung der Listenposition 227
a) Anspruch auf Korrektur der Gesellschafterliste 228
aa) Anspruchsgrundlage 228
bb) Anspruchsgegner 230
cc) Anspruchsvoraussetzungen 231
(1) Rechtswidrige Beeinträchtigung des Mitgliedschaftsverhältnisses 231
(2) Zurechnung des rechtswidrigen Zustandes 231
dd) Anspruchsrichtung und Anspruchsinhalt 233
b) Durchsetzung des Anspruchs im Hauptsacheverfahren 233
c) Einstweiliger Rechtsschutz gegen die Gesellschaft, §§ 935ff. ZPO 235
aa) Grundsätzliches 235
bb) Regelungsverfügung, § 940 ZPO 236
(1) Verfügungsanspruch 236
(2) Verfügungsgrund 237
(3) Inhalt der Regelungsverfügung – Abwägung 237
(a) Kein zulässiger Regelungsinhalt 238
(b) Konkret zulässiger Regelungsinhalt 239
cc) Leistungsverfügung, § 940 ZPO analog 241
dd) Adressat der einstweiligen Verfügungen 243
d) Rechtsschutz gegenüber dem Listengesellschafter 243
aa) Unterlassungsanspruch 243
bb) Einstweiliger Rechtsschutz 244
2. Erhaltung der Listenposition 245
a) Anspruch auf Erhaltung der Listenposition 245
b) Einstweiliger Rechtsschutz 246
aa) Unterlassungsverfügung als Sicherungsverfügung, § 935 ZPO 246
bb) Nachträglicher Rechtsschutz durch die Regelungsverfügung 247
cc) Anregungen an das Registergericht 248
3. Beseitigung der falschen Listenposition 249
a) Anspruch auf Listenkorrektur 249
b) Aktiv- und Passivprozess 251
4. Zwischenergebnis 251
IV. Ergebnis 252
D. Grenzen des reinen Listensystems 252
I. Formelle Grenzen 253
1. Rechtssicherheit und Verkehrsschutz als Maßstäbe der formalen Grenzziehung 254
2. Prüfungskompetenz des Registergerichts – Grundlage für die formelle Grenzziehung 256
a) Formelles Prüfungsrecht und formelle Prüfungspflicht 256
b) Materielles Prüfungsrecht 257
3. Konkrete formelle Grenzen der Legitimationswirkung 259
a) Vorbemerkung 259
b) Fallgruppe 1: Unvollständigkeit der Liste 260
aa) Fehlende oder unrichtige Angaben zur Person 260
bb) Fehlende und unrichtige Angaben zu dem Geschäftsanteil 261
cc) Fehlende Unterschrift 262
dd) Fehlende Notarbescheinigung? 263
c) Fallgruppe 2: Unzulässige Eintragungen 263
d) Fallgruppe 3: Unzuständigkeit 264
aa) Erstellung durch unzuständige Personen 264
(1) Absolute Unzuständigkeit 265
(2) Relative Unzuständigkeit 265
bb) Einreichung durch unzuständige Personen 266
e) Fehler im Eintragungsverfahren 266
aa) Listenänderung 267
bb) Listenkorrektur i.e.S. 267
4. Zusammenfassung 268
II. Materielle Grenzen 269
1. Abstraktionen und Durchbrechungen im Zivilrecht 269
a) Abstraktion zwischen dinglichem und kausalem Rechtsgeschäft 269
b) Abstraktion im Stellvertretungsrecht 270
aa) Abstraktion zwischen Vertretungsmacht und Grundgeschäft 270
bb) Ausnahmen bei Missbrauch der Vertretungsmacht 270
2. Dogmatik und Maßstab zur materiellen Grenze der relativen Gesellschafterstellung 272
a) Dogmatische Anknüpfung 272
b) Maßstab zur Bestimmung der materiellen Grenzen 273
3. Rechtsmissbrauch als facettenreiche materielle Grenze 274
a) Sittenwidrige Kollusion 274
b) Weitere Fälle missbräuchlichen Verhaltens – objektive Evidenz 276
aa) Maßstab der objektiven Evidenz 276
bb) Rechtsmissbräuchliches Verhalten der Gesellschaft 278
cc) Rechtsmissbräuchliches Verhalten des unberechtigten Listengesellschafters 279
dd) Rechtsmissbrauch eines wirklichen Rechtsinhabers 280
4. Justizgewährungsanspruch 281
III. Beweislast 282
1. Ansicht des Reichsgerichts im Aktienrecht 282
2. Beweislast nur zulasten der Gesellschaft 282
3. Beweislast nach allgemeinen Grundsätzen 283
E. Ergebnis 284
Kapitel 5: Alte Gesellschafterlisten – Übergangsfälle 286
A. Bestandsaufnahme der vertretenen Ansichten 286
B. Rechtssicherheit und Transparenz durch einen klaren Konzeptionswechsel 288
C. Keine verfassungswidrige echte Rückwirkung 290
D. Ergebnis 291
Kapitel 6: Zusammenfassung – System und Grenzen der relativen Gesellschafterstellung 292
A. System – Strenges Listensystem 292
I. Bedeutungswandel im Jahre 2008 292
II. Zielsetzungen 292
III. Dogmatische Erfassung 293
IV. Umfang der Legitimationswirkung 293
B. Grenzen – Reines Listensystem 294
Literaturverzeichnis 296
Sachwortverzeichnis 323