Die unrichtige Gesellschafterliste der GmbH

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Die unrichtige Gesellschafterliste der GmbH
Eine Studie der Rechtsverhältnisse unter den Beteiligten
Abhandlungen zum Deutschen und Europäischen Gesellschafts- und Kapitalmarktrecht, Vol. 267
(2025)
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About The Author
Manuel May hat 2014 sein Studium der Rechtswissenschaften an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf aufgenommen. Zum Ende seines Studiums hin, begann er 2019 eine Tätigkeit bei der Kanzlei Flick Gocke Schaumburg als wissenschaftlicher Mitarbeiter. Im Rahmen dessen stieß er auf sein Dissertationsthema, dass er ab Oktober 2019 als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Bürgerliches Recht sowie deutsches und internationales Unternehmens-, Wirtschafts- und Kartellrecht seines Promotionsbetreuers, Herrn Prof. Dr. Christian Kersting LL.M. (Yale) weiterführte. Im Oktober 2023 begann der Autor sein Referendariat im Bezirk des Oberlandesgerichts Düsseldorf.Abstract
Die Gesellschafterliste hat die Gerichte seit ihrer Neuregelung mit dem MoMiG immer wieder beschäftigt. Die Arbeit hat sich daher das Ziel gesetzt, das Verhältnis zwischen Gesellschaft, Anteilsinhaber und ggfs. Listengesellschafter in den Fällen der Unrichtigkeit der Gesellschafterliste näher zu beleuchten. Hierbei zeigt sich, dass sich anlässlich dessen auch die Frage, was das Wesen der Verbandsmitgliedschaft eigentlich ausmacht, aus einer bislang wenig beleuchteten Perspektive stellt. Als gesicherte Konstante erweist sich die vermögensrechtliche Zuordnung. Aufbauend hierauf entwirft die Arbeit einen Rahmen für die Rechtsbeziehungen unter den Beteiligten, wobei sie sich auch mit den Schwierigkeiten befassen muss, die sich daraus ergeben, dass auch für das Güterzuordnungsrecht von unkörperlichen Gegenständen bislang noch kaum allgemeine Grundsätze existieren.»The Incorrect List of Shareholders of a Limited Liability Company. A Study of the Legal Relationships Between the Parties Involved«: The list of shareholders has repeatedly kept the courts busy since its new regulation in 2008. This work has therefore set itself the goal of taking a closer look at the relationship between the company, the shareholder and, if applicable, the one listed as a shareholder in cases where the list of shareholders is incorrect. In doing so, it becomes apparent that the question of what actually constitutes the essence of association membership is also raised from a until now little-examined perspective. The classification under property law proves to be a certain constant. Building on this, the thesis develops a framework for the legal relationships between the participants.
Table of Contents
Section Title | Page | Action | Price |
---|---|---|---|
Vorwort | 7 | ||
Inhaltsverzeichnis | 9 | ||
A. Die Einführung | 21 | ||
I. Der Gang der Untersuchungen | 22 | ||
II. Der Gegenstand der Arbeit | 23 | ||
1. Die Unrichtigkeit | 23 | ||
2. Die Beteiligten | 23 | ||
a) Der Beteiligtenbegriff | 23 | ||
b) Die Bezeichnung der einzelnen Beteiligten in verschiedenen Konstellationen | 24 | ||
B. Der Paradigmenwechsel hinsichtlich Gesellschafterliste und Legitimationsstellung durch das MoMiG | 25 | ||
I. Die frühere Rechtslage | 25 | ||
1. Die Gesellschafterliste | 25 | ||
2. Die Legitimation gegenüber der Gesellschaft | 26 | ||
II. Die Änderung durch das MoMiG | 27 | ||
1. Die Ziele | 27 | ||
2. Der Inhalt im Überblick | 28 | ||
C. Die abwägungsrelevanten Belange in den Konstellationen der unrichtigen Gesellschafterliste | 29 | ||
I. Betroffene Interessen des wahren Anteilsinhabers | 29 | ||
1. Die Beeinträchtigungen durch die Legitimationswirkung | 29 | ||
a) Die Eigentumsfreiheit (Art. 14 Abs. 1 GG) | 29 | ||
b) Die Vereinigungsfreiheit (Art. 9 Abs. 1 GG) | 30 | ||
2. Die Beeinträchtigungen durch die unrichtige Gesellschafterliste ohne Legitimationswirkung | 32 | ||
II. Betroffene Interessen des Listengesellschafters | 33 | ||
1. Die Beeinträchtigungen durch die Legitimationswirkung | 33 | ||
a) Die negative Vereinigungsfreiheit (Art. 9 Abs. 1 GG) | 33 | ||
b) Das allgemeine Persönlichkeitsrecht (Art. 2 Abs. 1 GG i. V. m. Art. 1 Abs.1 GG) | 34 | ||
2. Die Beeinträchtigungen durch die unrichtige Gesellschafterliste ohne Legitimationswirkung | 34 | ||
III. Betroffene Interessen der Gesellschaft | 35 | ||
IV. Weitere Belange | 36 | ||
1. Die Rechtssicherheit unter den Beteiligten | 36 | ||
2. Die Interessen Dritter und des Zivilrechtsverkehrs | 36 | ||
3. Öffentliche Interessen | 37 | ||
V. Ergebnisse | 38 | ||
D. Mitgliedschaft und Listenposition | 40 | ||
I. Die Struktur der Mitgliedschaft | 40 | ||
1. Die Rechtsnatur der Mitgliedschaft | 40 | ||
a) Die Mitgliedschaft als Position in einem Rechtsverhältnis | 40 | ||
b) Die Mitgliedschaft als subjektives Recht | 41 | ||
aa) Der Begriff des subjektiven Rechts | 41 | ||
bb) Bedeutung für die Mitgliedschaft | 41 | ||
2. Die Mitgliedschaft auf der Ebene der Güterzuordnung | 42 | ||
a) Die Aufteilung der Mitgliedschaft in Rechtsinhalt und Rechtszuständigkeit | 43 | ||
aa) Das Sachenrecht als Wertungsgrundlage | 43 | ||
bb) Allgemeines zur Aufteilung in Rechtsinhalt und Rechtszuständigkeit | 44 | ||
cc) Die Anwendbarkeit auf das Recht der Mitgliedschaft | 47 | ||
b) Der Mitgliedschaftsinhalt als Gegenstand | 49 | ||
aa) Zum Begriff des Gegenstands | 49 | ||
bb) Die Bedeutung für die Mitgliedschaft | 49 | ||
c) Die Inhaberschaft als verdinglichtes Recht | 51 | ||
aa) Das dingliche Recht der unkörperlichen Gegenstände | 51 | ||
bb) Die Voraussetzungen der Verdinglichung von Rechten an unkörperlichen Gegenständen und die Inhaberschaft | 52 | ||
(1) Herrschaftsrecht | 53 | ||
(2) Der absolute Schutz | 55 | ||
cc) Schlussfolgerungen | 56 | ||
II. Das Verhältnis zwischen Geschäftsanteil und Listenposition | 57 | ||
1. Grundsätzliches | 57 | ||
2. Eine Betrachtung der Stimmen im GmbH-Recht | 58 | ||
3. Das Recht der Namensaktie | 58 | ||
a) Der Anspruch gegen die AG auf Anpassung des Registers | 59 | ||
aa) Die Umschreibung nach einer Rechtsänderung (§ 67 Abs. 3 AktG) | 59 | ||
bb) Das Korrekturverfahren (§ 67 Abs. 5 AktG) | 59 | ||
b) Der Anspruch des materiell Berechtigten gegen den Registeraktionär | 60 | ||
aa) Die Umschreibung nach einer Rechtsänderung (§ 67 Abs. 3 AktG) | 61 | ||
bb) Das Korrekturverfahren (§ 67 Abs. 5 AktG) | 61 | ||
c) Schlussfolgerungen | 62 | ||
4. Ein Vergleich mit anerkannten dinglichen Verbindungen | 62 | ||
a) Das Verhältnis von Eigentum und Besitz | 62 | ||
aa) Die Rechtsnatur des Verhältnisses zwischen Eigentum und Besitz | 62 | ||
bb) Das Eigentum an Sachen und die Inhaberschaft von Geschäftsanteilen | 63 | ||
(1) Ein Vergleich zwischen Sachen und Geschäftsanteilen an einer GmbH | 63 | ||
(a) Die sinnliche Wahrnehmbarkeit | 64 | ||
(b) Die Individualisierbarkeit | 64 | ||
(c) Die Exklusivität und Rivalität | 64 | ||
(d) Abnutzbarkeit | 65 | ||
(e) Fazit | 66 | ||
(2) Die Eigentümerschaft und die Inhaberschaft | 66 | ||
cc) Der Besitz von Sachen und die Listengesellschafterschaft | 67 | ||
(1) Die Funktion als Herrschaftsposition | 67 | ||
(2) Die Funktion als Publizitätsinstrument | 68 | ||
dd) Fazit | 70 | ||
b) Das Immobiliarsacheigentum und die Grundbucheintragung | 70 | ||
aa) Die Natur der Verbindung zwischen Immobiliarsacheigentum und Grundbucheintragung | 70 | ||
bb) Die Vergleichbarkeit dieser Beziehung mit der Beziehung zwischen Geschäftsanteil und Listenposition | 71 | ||
(1) Die Funktion als Publizitätsmittel | 71 | ||
(2) Das Verfahren von Registeränderungen | 72 | ||
(3) Die Einbeziehung staatlicher Institutionen | 73 | ||
cc) Fazit | 73 | ||
5. Zusammenfassung und Ergebnis | 73 | ||
III. Die dingliche Beziehung von Geschäftsanteil und Listenposition als Dispositionsgegenstand | 74 | ||
1. Die Legitimationszession als Anknüpfungspunkt der Diskussion | 74 | ||
2. Die Dispositionsbefugnis über den Inhalt des Aktienregisters | 76 | ||
a) Die Funktion des Aktienregisters | 76 | ||
b) Die Richtigkeitsbegriff des Aktienregisters | 76 | ||
3. Die Dispositionsbefugnis im GmbH-Recht | 78 | ||
4. Die Konsequenzen | 79 | ||
IV. Ergebnisse | 79 | ||
E. Die Betreuung der Gesellschafterliste | 80 | ||
I. Die Zuständigkeitsverteilung | 80 | ||
1. Das reguläre Verfahren gemäß § 40 Abs. 1, 2 GmbHG | 80 | ||
a) Allgemeines | 80 | ||
b) Die zuständigkeitsbegründende Mitwirkung des Notars | 80 | ||
aa) Sinn und Zweck der Notarzuständigkeit | 81 | ||
(1) Die Aussagen in den Gesetzgebungsmaterialien | 81 | ||
(2) Die aus dem Zweck der Einbindung des Notars folgenden Grundsätze für die Auslegung des Mitwirkungsbegriffs | 82 | ||
bb) Die Art der notariellen Mitwirkungshandlung | 83 | ||
cc) Der Gegenstand der notariellen Mitwirkungshandlung | 84 | ||
dd) Der Vollzugsauftrag | 86 | ||
ee) Die Mitwirkung eines ausländischen Notars | 87 | ||
2. Die Zuständigkeit für die Korrektur | 89 | ||
a) Der Begriff der Korrektur | 89 | ||
b) Allgemeines zur Zuständigkeit für die Korrektur | 90 | ||
c) Die Korrektur einer ursprünglich unrichtigen Liste | 91 | ||
d) Die Aktualisierung einer inaktuellen Liste | 92 | ||
3. Keine Notzuständigkeit der Gesellschafter | 93 | ||
II. Die Miteinbeziehung der Betroffenen | 94 | ||
1. Die Geschäftsführerliste | 94 | ||
a) Die Bedeutung der Mitwirkung | 94 | ||
aa) Sinn und Zweck der Mitwirkung | 94 | ||
bb) Die Fälle der Entbehrlichkeit einer Mitwirkung | 94 | ||
b) Die taugliche Mitwirkung | 95 | ||
aa) Die Mitteilung i. S. d. § 40 Abs. 1 Satz 4 GmbHG | 95 | ||
(1) Die Rechtsnatur der Mitteilung und die sich hieraus ergebenen Konsequenzen | 95 | ||
(2) Die Befugnis zur Erteilung der Mitteilung | 96 | ||
(3) Die Erforderlichkeit der Mitteilung | 96 | ||
bb) Die Mitwirkung an der Rechtsänderung | 97 | ||
cc) Das beredte Schweigen | 98 | ||
(1) Einordnung der Widerspruchsregelung des § 67 Abs. 5 AktG | 99 | ||
(2) Die Übertragbarkeit auf das Recht der GmbH | 100 | ||
(a) Die Voraussetzungen | 100 | ||
(b) Die Konsequenzen | 102 | ||
2. Die Besonderheiten bei der Notarliste | 102 | ||
III. Die Pflichtenbindung der Geschäftsführer bei der Listenbetreuung | 103 | ||
1. Die Bindung der Geschäftsführung an das Ziel der objektiven Listenrichtigkeit | 103 | ||
2. Die Pflichten bei der Listeneinreichung | 104 | ||
a) Der Adressat | 104 | ||
b) Die Sorgfaltspflichten der Geschäftsführung bei der Einreichung einer Liste | 105 | ||
aa) Die Einreichung auf Mitteilung und Nachweis | 105 | ||
bb) Die eigenmächtige Einreichung | 106 | ||
(1) Die grundsätzliche Zulässigkeit | 107 | ||
(2) Die Sorgfaltspflichten | 108 | ||
3. Die Kontrolle- und Überwachung der Gesellschafterliste durch die Geschäftsführung | 109 | ||
a) Die allgemeine Pflicht zur Listenbetreuung | 110 | ||
b) Die Verpflichtung der Geschäftsführer gegenüber dem Gesellschaftsinteresse | 111 | ||
c) Die Treuebindungen der Gesellschaft | 113 | ||
IV. Die Weisungsbefugnis der Gesellschafterversammlung | 113 | ||
V. Die Rolle des Registergerichts | 116 | ||
1. Die Entgegennahme von Listen durch das Registergericht | 116 | ||
2. Die Verwahrung der Gesellschafterliste durch das Registergericht | 118 | ||
VI. Ein Fazit zur Listenbetreuungssituation | 118 | ||
1. Die Rolle der Geschäftsführer bei der Listenbetreuung | 118 | ||
a) Die Gefahr von Interessenkonflikten | 119 | ||
aa) Die Gesellschafterliste als Austragungsort von Gesellschafterkonflikten | 119 | ||
(1) Die personalistische Ausgestaltung von GmbH | 119 | ||
(2) Der Einfluss der Gesellschafter auf die Geschäftsführung | 120 | ||
(3) Die Problematik der Position von Gesellschafter-Geschäftsführern | 121 | ||
bb) Das Eigeninteresse der Geschäftsführung an den Ergebnissen von Gesellschafterbeschlüssen | 122 | ||
b) Die fehlende juristische Kompetenz aufseiten der Geschäftsführer | 122 | ||
c) Die persönliche Haftung der Geschäftsführung als Gegengewicht | 123 | ||
d) Fazit zur Rolle der Geschäftsführer | 123 | ||
2. Die Rechtsschutzmöglichkeiten | 124 | ||
a) Rechtsschutz im Hauptsacheverfahren | 124 | ||
b) Rechtsschutz im Eilverfahren | 124 | ||
3. Die Richtigkeitsgewähr durch staatliche Institutionen | 126 | ||
4. Resümee | 126 | ||
F. Die Legitimationswirkung | 128 | ||
I. Der Inhalt der Legitimationswirkung | 128 | ||
1. Allgemeines | 128 | ||
2. Die Adressaten und die Art der Legitimationswirkung | 128 | ||
a) Das vorherrschende Konzept | 129 | ||
b) Das Gegenkonzept von Altmeppen | 130 | ||
c) Das Gegenkonzept von Foerster | 130 | ||
d) Eigene Betrachtung | 131 | ||
aa) Eine Betrachtung von Wortlaut und Historie | 131 | ||
(1) Die Wertungsquellen der Legitimationsstellung im MoMiG | 131 | ||
(a) Das Aktienrecht | 131 | ||
(aa) Die Legitimationsstellung im Falle der Namensaktie im heutigen Aktienrecht | 131 | ||
(bb) Die Legitimationsstellung im Fall der Namensaktie im früheren Aktienrecht | 132 | ||
(b) Die Rechtslage im vormaligen GmbH-Recht | 135 | ||
(c) Die Zusammenhänge zwischen dem aktuellen GmbH-Recht und seinen Wertungsquellen | 136 | ||
(aa) Das vormalige GmbH-Recht | 136 | ||
(bb) Das Aktienrecht | 137 | ||
(2) Der Wortlaut von § 16 Abs. 1 Satz 1 GmbHG im Lichte seiner Wertungsquellen | 137 | ||
bb) Eine Betrachtung von Teleologie und Systematik der Legitimationsstellung im GmbH-Recht | 138 | ||
(1) Die auf das Wesen von unwiderleglicher Vermutung und gesetzlicher Fiktion gestützten Einwände von Altmeppen | 138 | ||
(2) Die Schutzzwecke der Legitimationswirkung | 140 | ||
(a) Die objektive Richtigkeit der Liste | 140 | ||
(b) Die Rechtssicherheit | 140 | ||
e) Fazit | 141 | ||
3. Die Reichweite der Legitimationswirkung | 142 | ||
a) Allgemeines | 142 | ||
b) Die Fälle der Einziehung | 145 | ||
aa) Der Adressat der Einziehung | 146 | ||
bb) Die relevante Person bei der Prüfung, ob ein wichtiger Grund vorliegt | 147 | ||
c) Die Kaduzierung | 148 | ||
d) Der Ausschluss | 150 | ||
II. Die Voraussetzungen der Legitimationswirkung | 151 | ||
1. Der Anwendungsbereich der Legitimationswirkung | 151 | ||
a) Die Geltung der Legitimationswirkung für Altlisten und Gründungslisten | 151 | ||
b) Die formellen Anforderungen | 152 | ||
c) Die Existenz des Anteils | 154 | ||
2. Die negativen Tatbestandsmerkmale der Legitimationswirkung | 154 | ||
a) Die Unrichtigkeit der Liste als Voraussetzung jeder Legitimationsbeschränkung | 155 | ||
b) Zuständigkeitsverstöße | 156 | ||
c) Die Zurechenbarkeit als Voraussetzung der Legitimationswirkung | 156 | ||
aa) Eine Untersuchung der Anwendbarkeit der Zurechenbarkeit als einschränkendes Kriterium | 157 | ||
(1) Der Normtext und die Systematik von § 16 GmbHG als Ausgangspunkt | 157 | ||
(2) Die Gesetzesmaterialien | 159 | ||
(3) Eine teleologische Betrachtung | 160 | ||
(a) Die Schutzzwecke der Legitimationswirkung | 160 | ||
(aa) Die objektive Listenrichtigkeit | 160 | ||
(bb) Die Rechtssicherheit | 161 | ||
(b) Der Charakter der Legitimationswirkung und die Konsequenzen | 161 | ||
(aa) Das Verhältnis zwischen Legitimationswirkung und Rechtsscheintatbeständen | 161 | ||
(bb) Eine Untersuchung der Legitimationswirkung auf Gründe, welche einen Verzicht auf das Erfordernis der Zurechenbarkeit rechtfertigen würden | 162 | ||
(c) Die Geschäftsführerliste | 164 | ||
(d) Die Notarliste | 165 | ||
bb) Die Kriterien der Zurechenbarkeit | 166 | ||
(1) Allgemeine Zurechnungsfähigkeit | 166 | ||
(2) Zurechnungsmaßstab | 166 | ||
(3) Zurechnungsadressat | 168 | ||
(a) Die Betroffenen | 168 | ||
(b) Die Gesellschaft | 169 | ||
(4) Das zurechnungsbegründende Verhalten | 169 | ||
(a) Die Zurechenbarkeit aufgrund von aktivem Tun | 170 | ||
(b) Das zurechnungsbegründende Unterlassen | 171 | ||
cc) Die Rechtsfolgen fehlender Zurechenbarkeit | 174 | ||
(1) Die erstmals unrichtige Liste | 174 | ||
(a) Die von Anfang an unrichtige Liste | 174 | ||
(b) Die inaktuelle Liste | 175 | ||
(2) Die fortgesetzt unrichtige Gesellschafterliste | 175 | ||
d) Der Einwand des Rechtsmissbrauchs (§ 242 BGB) | 176 | ||
3. Die Rückbeziehung der Legitimationswirkung gemäß § 16 Abs. 1 Satz 2 GmbHG | 178 | ||
a) Die Voraussetzungen | 178 | ||
aa) Der Anwendungsbereich | 178 | ||
bb) Die unverzügliche Aufnahme | 179 | ||
b) Die Rechtsfolgen | 182 | ||
III. Die Legitimationsinhaberschaft im Verhältnis zu Mitgliedschaft und Listenposition | 183 | ||
1. Das Verhältnis zwischen Legitimationsinhaberschaft und Mitgliedschaft | 183 | ||
a) Das Verhältnis zwischen Legitimationsinhaberschaft und Anteilsinhaberschaft | 183 | ||
b) Das Verhältnis zwischen Legitimationsinhaberschaft und Mitgliedschaftsinhalt | 184 | ||
2. Das Verhältnis zwischen Legitimationsinhaberschaft und Listenposition | 185 | ||
a) Grundsätzliches | 185 | ||
b) Die Dispositivität der Verbindung zwischen Legitimationsinhaberschaft und Listenposition | 185 | ||
IV. Ergebnisse | 186 | ||
G. Der Berichtigungsanspruch der Betroffenen gegen die Gesellschaft | 187 | ||
I. Die Passivlegitimation | 187 | ||
II. Die Rechtsnatur des Anspruchs | 188 | ||
1. Der Rechtsanspruch des Anteilsinhabers | 188 | ||
2. Der Rechtsanspruch des Listengesellschafters | 190 | ||
a) Die Anspruchsgrundlage | 190 | ||
b) Der Anspruchsinhalt | 191 | ||
III. Die Voraussetzungen des Anspruchs | 192 | ||
1. Die Fehlerhaftigkeit der Liste | 192 | ||
2. Die Übereinstimmung der Betroffenen | 192 | ||
IV. Die Verjährung | 195 | ||
V. Sonstige Eigenheiten des Anspruchs | 196 | ||
VI. Ergebnisse | 197 | ||
H. Die Ansprüche des Anteilsinhabers gegen den Listengesellschafter zum Schutz der Mitgliedschaft | 198 | ||
I. Der Anspruch des Anteilsinhabers gegen den Listengesellschafter auf Mitwirkung bei der Berichtigung | 198 | ||
1. Das Gesellschaftsrecht | 199 | ||
2. Das Vertragsrecht | 201 | ||
3. Vorvertragliche Anspruchsgrundlagen | 202 | ||
4. Das dingliche Recht | 203 | ||
a) Die Anspruchsgrundlagen des dinglichen Rechts | 203 | ||
aa) Der Vindikationsanspruch (§ 985 BGB) | 203 | ||
bb) Der quasinegatorische Anspruch aus § 1004 BGB | 203 | ||
(1) Die geschützte Rechtsposition und ihre Beeinträchtigung | 203 | ||
(2) Die Zurechenbarkeit des Eingriffs | 204 | ||
(3) Die Subsidiarität bei Besitzentziehung | 206 | ||
cc) Der Anspruch auf Zustimmung zur Grundbuchberichtigung gemäß § 894 BGB | 206 | ||
(1) Der Anspruch auf Zustimmung zur Grundbuchberichtigung als Wertungsgrundlage anderer Normen | 207 | ||
(2) Die Parallelen zwischen dem Widerspruch gegen eine Eintragung im Grundbuch und dem einer Gesellschafterliste zugeordneten Widerspruch | 207 | ||
dd) Schlussfolgerungen | 210 | ||
b) Die Verjährung | 212 | ||
II. Flankierende Ansprüche | 212 | ||
III. Ergebnisse | 213 | ||
I. Der Anspruch des Listengesellschafters gegen den wahren Anteilsinhaber auf Mitwirkung an der Berichtigung | 214 | ||
I. Die Rechtsgrundlage | 214 | ||
1. Das Schuldrecht | 214 | ||
2. Das dingliche Recht | 214 | ||
a) Der quasinegatorische Anspruch aus § 1004 BGB | 215 | ||
aa) Die geschützte Rechtsposition | 215 | ||
bb) Die Zurechenbarkeit | 215 | ||
b) Das Eigentümer-Besitzer-Verhältnis | 216 | ||
c) Der Anspruch auf Zustimmung zur Grundbuchberichtigung | 216 | ||
d) Schlussfolgerungen | 217 | ||
3. Die Verjährung | 218 | ||
II. Ergebnisse | 219 | ||
J. Der Anspruch der Gesellschaft auf Mitwirkung bei der Berichtigung | 220 | ||
K. Das Verhältnis zwischen den Betroffenen | 222 | ||
I. Die Auswirkungen der Listenunrichtigkeit im Betroffenenverhältnis | 222 | ||
II. Das Eigentümer-Besitzer-Verhältnis und das Bereicherungsrecht als konkurrierende Systeme | 222 | ||
1. Das Eigentümer-Besitzer-Verhältnis und das Bereicherungsrecht in ihren Grundzügen | 223 | ||
a) Das Eigentümer-Besitzer-Verhältnis in seinen Grundzügen | 224 | ||
aa) Die Interessenlage im Eigentümer-Besitzer-Verhältnis | 224 | ||
(1) Der Eigentümer | 224 | ||
(2) Der Besitzer | 225 | ||
bb) Die Wertungen der Normen zum Eigentümer-Besitzer-Verhältnis | 225 | ||
(1) Die Privilegierung des redlichen unverklagten Besitzers | 225 | ||
(2) Der Eigentumsschutz | 227 | ||
(3) Das Eigentümer-Besitzer-Verhältnis und allgemeinwirtschaftliche Zielsetzungen | 228 | ||
cc) Grundsätzliches zur Anwendbarkeit der Normen zum Eigentümer-Besitzer-Verhältnisses auf das Anteilsinhaber-Listengesellschafter-Verhältnis | 229 | ||
b) Das Bereicherungsrecht | 230 | ||
aa) Die Interessenlage im Bereicherungsrecht | 230 | ||
bb) Die Wertungen des Bereicherungsrechts | 231 | ||
cc) Grundsätzliches zur Anwendbarkeit des Bereicherungsrechts | 232 | ||
2. Eine Diskussion über die Eignung der beiden Systeme | 232 | ||
a) Die Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen den Systemen und deren Bewertung | 232 | ||
aa) Konzeptionelle Gemeinsamkeiten und Unterschiede | 232 | ||
bb) Die Privilegierung des schutzwürdigen Okkupanten | 235 | ||
(1) Die Voraussetzungen der Privilegierung | 235 | ||
(2) Die Behandlung des schutzwürdigen Okkupanten | 236 | ||
cc) Die Behandlung des nicht schutzwürdigen Okkupanten | 238 | ||
b) Fazit | 238 | ||
III. Die Behandlung der im Zusammenhang mit der unrichtigen Gesellschafterliste auftretenden vermögensrelevanten Vorfälle im Betroffenenverhältnis im Einzelnen | 239 | ||
1. Die Behandlung von Nutzungen, insbesondere von Gewinnbezügen | 240 | ||
a) Ein Überblick über die Behandlung von Nutzungen nach den Normen des Eigentümer-Besitzer-Verhältnisses | 240 | ||
b) Die Behandlung des schutzwürdigen Okkupanten hinsichtlich der Nutzungsherausgabe | 240 | ||
aa) Die Befreiung des schutzwürdigen Besitzers von der Herausgabepflicht bezüglich regulärer Nutzungen | 240 | ||
bb) Die Übertragung dieser Grundsätze auf das Anteilsinhaber-Listengesellschafter-Verhältnis | 241 | ||
cc) Der Umgang mit Übermaßfrüchten | 241 | ||
(1) Die Behandlung von Übermaßfrüchten im Eigentümer-Besitzer-Verhältnis | 241 | ||
(2) Die Übertragung dieser Grundsätze auf das Anteilsinhaber-Listengesellschafter-Verhältnis | 242 | ||
c) Die Pflicht des nicht schutzwürdigen Okkupanten zur Herausgabe von Nutzungen | 243 | ||
aa) Die Fälle der nicht bestehenden Schutzwürdigkeit | 243 | ||
(1) Die Fälle der nicht bestehenden Schutzwürdigkeit im Eigentümer-Besitzer-Verhältnis | 243 | ||
(2) Die Übertragung dieser Grundsätze auf das Anteilsinhaber-Listengesellschafter-Verhältnis | 243 | ||
bb) Die Pflicht zur Herausgabe tatsächlich gezogener Nutzungen | 244 | ||
cc) Die Pflicht zur Herausgabe von Nutzungen, die entgegen den Regeln einer ordnungsgemäßen Wirtschaft nicht gezogen wurden | 244 | ||
(1) Die Pflicht zur Herausgabe fiktiver Nutzungen im Eigentümer-Besitzer-Verhältnis | 244 | ||
(2) Die Übertragung dieser Grundsätze auf das Anteilsinhaber-Listengesellschafter-Verhältnis | 245 | ||
d) Die Pflicht des Okkupanten zur Nutzungsherausgabe bei Unentgeltlichkeit | 246 | ||
e) Die Pflicht des Okkupanten zur Nutzungsherausgabe bei Rechtsgrundlosigkeit | 246 | ||
2. Der Umgang mit Verwendungen und Aufwendungen zur Bestreitung von Lasten | 248 | ||
a) Ein Überblick über die Regelungen im Eigentümer-Besitzer-Verhältnis | 248 | ||
b) Die Übertragbarkeit der Grundsätze auf das Inhaber-Listengesellschafter-Verhältnis | 248 | ||
aa) Der Verwendungs- und Lastenbegriff | 248 | ||
(1) Verwendungen im engeren Sinne | 249 | ||
(2) Lasten | 250 | ||
(3) Die Differenzierung zwischen Verwendungen und Lasten im Anteilsinhaber-Listengesellschafter-Verhältnis | 250 | ||
bb) Die Ansprüche des redlichen und unverklagten Okkupanten | 251 | ||
(1) Notwendige Verwendungen und Lasten | 251 | ||
(a) Die Regelung im Eigentümer-Besitzer-Verhältnis | 251 | ||
(b) Die wertungsmäßige Übertragbarkeit auf das Anteilsinhaber-Listengesellschafter-Verhältnis | 252 | ||
(c) Die Übertragbarkeit im Einzelnen | 252 | ||
(aa) Die Notwendigkeit einer Verwendung | 252 | ||
(bb) Ordentliche und außerordentliche Erhaltungskosten und Lasten | 253 | ||
(2) Nützliche Verwendungen | 254 | ||
cc) Die Ansprüche des nicht schutzwürdigen Okkupanten | 255 | ||
(1) Die Ansprüche des nicht schutzwürdigen Besitzers im Eigentümer-Besitzer-Verhältnis | 255 | ||
(2) Die Übertragbarkeit dieser Grundsätze auf das Anteilsinhaber-Listengesellschafter-Verhältnis | 256 | ||
dd) Der Ersatz von Verwendungen und Aufwendungen zur Bestreitung von Lasten des Rechtsvorgängers | 257 | ||
(1) Der Ersatz von Verwendungen Aufwendungen zur Bestreitung von Lasten des Rechtsvorgängers im Eigentümer-Besitzer-Verhältnis | 257 | ||
(2) Die Übertragung dieser auf das Anteilsinhaber-Listengesellschafter-Verhältnis | 257 | ||
ee) Die Problematik der nicht bestehenden Legitimationswirkung | 257 | ||
3. Die Schadenersatzansprüche gegen den Okkupanten | 259 | ||
a) Das Schadenersatzsystem im Eigentümer-Besitzer-Verhältnis | 259 | ||
b) Die Anwendung dieser Grundsätze auf das Eigentümer-Listengesellschafter-Verhältnis | 259 | ||
4. Die Übertragbarkeit sonstiger Grundsätze aus dem Eigentümer-Besitzer-Verhältnis | 261 | ||
a) Das Wegnahmerecht | 261 | ||
b) Das Zurückbehaltungsrecht | 261 | ||
IV. Ergebnisse | 261 | ||
L. Die gesellschaftsrechtliche Treuepflicht im Kontext der unrichtigen Gesellschafterliste | 262 | ||
I. Die Bedeutung der Treuepflicht in den Konstellationen der unrichtigen Gesellschafterliste | 262 | ||
II. Die Frage nach der Geltung der Treuepflicht in den Fällen der unrichtigen Gesellschafterliste | 263 | ||
1. Die dogmatischen Hintergründe der Treuepflicht in der GmbH | 263 | ||
a) Die materiellrechtlichen Geltungsgründe | 263 | ||
aa) Das mitgliedschaftliche Vertrauensverhältnis | 264 | ||
bb) Die Korrelation von Einfluss und Verantwortung | 264 | ||
cc) Die mitgliedschaftlichen Förderpflichten | 265 | ||
b) Die Rechtsgrundlage der Treuepflicht | 266 | ||
aa) Die Treuepflicht zwischen Mitglied und Verband | 266 | ||
bb) Die Treuebindungen unter den Verbandsmitgliedern | 266 | ||
(1) Die Mitgliedschaft als organisationsrechtliche Verbindung | 267 | ||
(2) Die Mitgliedschaft als vertragliche Verbindung | 267 | ||
c) Der positivrechtliche Geltungsgrund der Treuepflicht | 268 | ||
aa) Die Förderpflicht (§ 705 BGB) | 268 | ||
bb) Der allgemeine Grundsatz von Treu und Glauben (§ 242 BGB) | 268 | ||
cc) Die nicht konkret rechtsnormbezogenen Geltungsgründe die Treuepflicht | 269 | ||
dd) Die Kombinationsansätze | 270 | ||
2. Die Treuepflicht in den Fällen der unrichtigen Gesellschafterliste | 271 | ||
a) Die Bedeutung des allgemeinen Grundsatzes von Treu und Glauben | 271 | ||
aa) Treu und Glauben als Ausgangspunkt von Treuebindungen in den Fällen der unrichtigen Gesellschafterliste | 271 | ||
bb) Die Sonderverbindung als Tatbestandsvoraussetzung des Grundsatzes von Treu und Glauben | 271 | ||
b) Der Exilgesellschafter | 272 | ||
aa) Die dem Exilgesellschafter obliegenden Treuepflichten | 272 | ||
bb) Die gegenüber dem Exilgesellschafter bestehenden Treuepflichten | 273 | ||
c) Der Scheingesellschafter | 274 | ||
d) Der Realgesellschafter | 275 | ||
e) Der Anscheinsgesellschafter | 275 | ||
aa) Die Treuebindungen des Anscheinsgesellschafters | 275 | ||
(1) Das Schuldverhältnis als Anwendbarkeitsvoraussetzung | 276 | ||
(2) Die Relevanz des Nichtbestehens gesellschaftsrechtlich vermittelter Einwirkungsmöglichkeiten | 277 | ||
bb) Die Treuepflichten gegenüber dem Anscheinsgesellschafter | 278 | ||
M. Schlussteil | 279 | ||
I. Epilog | 279 | ||
II. Ausblick | 279 | ||
III. Zusammenfassung in Thesen | 281 | ||
Literaturverzeichnis | 283 | ||
Stichwortverzeichnis | 312 |